Sansibar

Honeymoon auf Sansibar: Warum die Gewuerzinsel ein unterschaetztes Flitterwochenziel ist

Von: TourDreams-Redaktion 22. Juni 2026 14 Min. Lesezeit

Warum Sansibar für Ihre Flitterwochen die richtige Wahl ist

Sansibar liegt preislich 30 bis 40 Prozent unter klassischen Honeymoon-Zielen wie den Malediven oder Seychellen – und bietet dabei eine einzigartige Kombination aus traumhaften Stränden, arabisch-afrikanischer Kultur und authentischen Erlebnissen. Während Sie auf den Malediven mit 5.000 bis 8.000 Euro für zehn Tage rechnen müssen, kostet eine vergleichbare Reise nach Sansibar zwischen 2.800 und 4.500 Euro pro Paar inklusive Flug, 4-Sterne-Resort und Halbpension.

Die Gewürzinsel vor der Küste Tansanias wird in deutschen Rankings für Flitterwochenziele regelmäßig übersehen, obwohl die Strandqualität mit den bekannteren Destinationen mithalten kann. Der entscheidende Unterschied: Sansibar bietet mehr als nur Strand. Stone Town als UNESCO-Welterbe, historische Gewürzplantagen und der Jozani-Wald verleihen Ihrer Hochzeitsreise eine kulturelle Tiefe, die auf reinen Badeurlaubsinseln fehlt.

Dieser Artikel zeigt Ihnen:

  • Welche Strandregion zu Ihren Vorstellungen passt und warum die Gezeiten wichtig sind
  • Wie Sie Ihre Sansibar Flitterwochen optimal planen und dabei Budget sparen
  • Welche Hotels echte Honeymoon-Atmosphäre bieten und was Sie konkret erwarten dürfen
  • Wann die beste Reisezeit ist und welche Monate Sie meiden sollten

Die richtige Strandregion für Ihre Bedürfnisse

Sansibar ist keine homogene Insel – die Wahl Ihrer Region entscheidet maßgeblich über das Urlaubserlebnis. Der wichtigste Faktor sind die Gezeiten, die an der Ostküste bis zu zwei Kilometer Strand freilegen können, während die Nordküste ganzjährig schwimmbar bleibt.

Nungwi und Kendwa an der Nordküste sind die beliebtesten Regionen für Sansibar Flitterwochen. Der Gezeitenunterschied ist hier minimal, Sie können also jederzeit schwimmen. Die Infrastruktur ist gut entwickelt mit zahlreichen Restaurants und Bars. Der Nachteil: Diese Region ist touristisch am stärksten frequentiert, und Strand-Hawker können aufdringlich werden. Die Transferzeit vom Flughafen beträgt rund 90 Minuten für 60 Kilometer.

Die Nordküste bietet ganzjährig schwimmbare Strände – ideal für Paare, die Wert auf spontane Abkühlung legen.

Matemwe und Muyuni an der Nordostküste sind ruhiger und authentischer. Die Gezeiten sind moderat, was bedeutet, dass Sie bei Ebbe eingeschränkt schwimmen können, aber nicht auf dem Trockenen stehen. Der große Vorteil dieser Region ist der Zugang zum Mnemba Atoll, einem der besten Schnorchel- und Tauchreviere Ostafrikas. Die Transferzeit liegt bei 75 Minuten.

Paje und Jambiani an der Ostküste haben extreme Gezeiten. Bei Ebbe zieht sich das Meer so weit zurück, dass Schwimmen unmöglich wird. Diese Region ist perfekt für Kitesurfer und Paare, die Aktivität über konstante Bademöglichkeiten stellen. Die Preise liegen hier etwa 20 Prozent unter denen der Nordküste. Für reine Strand-Romantik ist diese Region nicht die erste Wahl.

INSIDER-TIPP

Michamvi und Dongwe an der Südostküste kombinieren moderate Gezeiten mit echter Abgeschiedenheit. Die wenigen Restaurants bedeuten allerdings meist Halbpension im Resort. Ideal für Paare, die bewusst die Zweisamkeit suchen und auf abendliche Ausgeh-Optionen verzichten können.

Stone Town als kultureller Kontrast

Planen Sie mindestens zwei Nächte in Stone Town ein, am besten zu Beginn oder Ende Ihrer Reise. Die historische Altstadt liegt nur 20 Minuten vom Flughafen entfernt und bietet mit ihren verwinkelten Gassen, arabischen Türen und lebendigen Märkten einen faszinierenden Kontrast zum Strandleben. Hotels wie das Emerson Spice verbinden historischen Charme mit gehobenem Komfort.

Stone Town ist kein Badeort – die Stadt dient als Ausgangspunkt für Gewürztouren, Ausflüge nach Prison Island und als Eintauchen in die swahilische Kultur. Die meisten Paare kombinieren zwei Nächte Stone Town mit sieben bis acht Nächten am Strand.


Beste Reisezeit und Wetterbedingungen

Die optimalen Monate für Sansibar Flitterwochen sind Juni bis Oktober. In dieser Trockenzeit liegen die Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit ist erträglich, und Niederschläge sind selten. Der südöstliche Monsun bringt von Juni bis August stärkeren Wind, was die gefühlten Temperaturen angenehm hält, aber gelegentlich das Meer aufwühlt.

September und Oktober gelten als absolute Hochsaison mit besten Tauchbedingungen und Wassertemperaturen um 27 Grad. Die Resorts sind in diesen Monaten gut ausgelastet, weshalb Sie mindestens vier bis sechs Monate im Voraus buchen sollten. Die Preise liegen dann 15 bis 25 Prozent über den Nebensaisonpreisen.

ReisezeitTemperaturPreisniveauBesonderheiten
Juni-August25-28°CHochTrocken, windiger, optimales Strandwetter
September-Oktober28-30°CHochBeste Tauchbedingungen, höchste Auslastung
November28-30°CMittelKurze Regenzeit mit 8-12 Regentagen
Dezember-Februar30-32°CHochHeiß und schwül, europäische Winterflucht
März-Mai28-31°CNiedrigLange Regenzeit, viele Resorts geschlossen

Dezember bis Februar ist die heißeste Phase mit Temperaturen über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Diese Monate eignen sich für Paare, die Hitze gut vertragen und dem europäischen Winter entfliehen möchten. Die Preise sind hoch, da viele Europäer über Weihnachten und Neujahr reisen.

Meiden Sie die lange Regenzeit von März bis Mai – viele Resorts schließen komplett oder bieten stark eingeschränkten Service.

November ist ein Geheimtipp für preisbewusste Paare. Die kurze Regenzeit bringt meist nur kurze, heftige Schauer am Nachmittag, die schnell vorbeiziehen. Die Preise liegen 20 bis 30 Prozent unter der Hochsaison, und die Strände sind deutlich leerer. Für eine detaillierte Gegenüberstellung verschiedener Flitterwochenziele im Indischen Ozean lohnt sich ein Blick auf saisonale Unterschiede.


Budgetplanung und Kostenübersicht

Eine zehntägige Hochzeitsreise nach Sansibar kostet durchschnittlich 2.800 bis 4.500 Euro pro Paar. Diese Kalkulation beinhaltet Flüge von Deutschland, sieben Nächte in einem 4-Sterne-Resort mit Halbpension, Transfers und das e-Visum. Zusätzliche Kosten für Ausflüge, Trinkgelder und Abendessen außerhalb des Hotels sollten Sie mit 500 bis 800 Euro einplanen.

Die Flugkosten variieren je nach Airline und Buchungszeitpunkt zwischen 600 und 1.100 Euro pro Person. Ethiopian Airlines über Addis Abeba und Qatar Airways über Doha sind die gängigsten Verbindungen mit Reisezeiten von 12 bis 16 Stunden inklusive Umsteigezeit. Direktflüge existieren nicht.

KOSTENRECHNUNG

Beispielbudget für zehn Tage (zwei Personen): Flüge 1.400 Euro, sieben Nächte Resort (180 Euro/Nacht) 1.260 Euro, zwei Nächte Stone Town 280 Euro, Transfers 120 Euro, Visum 100 Euro, Ausflüge 400 Euro, Reserve 440 Euro. Gesamt: 4.000 Euro. Bei 5-Sterne-Resorts steigt das Budget auf 6.000 bis 7.500 Euro.

Das e-Visum kostet 50 US-Dollar pro Person und sollte mindestens sieben Tage vor Abreise über die offizielle Website beantragt werden. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte, das Visum wird als PDF zugeschickt und muss ausgedruckt mitgeführt werden.

Pauschal oder individuell buchen

Deutsche Reiseveranstalter mit Sicherungsschein bieten Sansibar-Pakete ab etwa 2.500 Euro pro Person an. Der Vorteil liegt in der Absicherung bei Insolvenz und der deutschsprachigen Betreuung. Lokale Anbieter auf Sansibar sind oft günstiger, haben aber unklare Stornierungsbedingungen und begrenzte Haftung bei Problemen.

Für individuell zusammengestellte Reisen sollten Sie Hotels direkt oder über international anerkannte Buchungsplattformen buchen. Lesen Sie die Stornierungsbedingungen genau – viele Honeymoon-Pakete sind nicht erstattungsfähig oder verlangen hohe Stornierungsgebühren.


Hotels für unvergessliche Flitterwochen

Die Wahl des Hotels prägt Ihre Sansibar Flitterwochen entscheidend. Drei Eigenschaften sollte Ihr Resort mitbringen: räumliche Privatsphäre durch separate Villen oder Bungalows, echte Honeymoon-Pakete mit Extras wie Blumendekoration und privaten Dinners sowie eine Lage, die Ihren Strandpräferenzen entspricht.

Das Tulia Zanzibar an der Nordwestküste bei Pongwe verbindet Boutique-Charakter mit absoluter Ruhe. Jede der 15 Suiten verfügt über einen privaten Pool und eine weitläufige Terrasse. Die Anlage liegt erhöht mit Meerblick, wodurch Sie auch bei Ebbe ins Wasser können. Das Resort richtet sich bewusst an Paare und Honeymooner – Kinder unter zwölf Jahren sind nicht gestattet. Preislich liegt das Tulia bei 280 bis 420 Euro pro Nacht mit Frühstück. Das Honeymoon-Paket umfasst Rosenblätter-Dekoration, eine Flasche Sekt und ein romantisches Dinner am Strand.

Tropisches Hotelresort Tulia Zanzibar aus der Vogelperspektive mit Strohdächern, Pool

Private Pools und Adults-only-Konzepte schaffen die Intimität, die Flitterwochen besonders macht.

Für Paare mit größerem Budget ist Bawe Island die ultimative Wahl. Diese Privatinsel liegt nur 15 Minuten per Boot von Stone Town entfernt und beherbergt nur zehn Villen. Die Exklusivität hat ihren Preis – rechnen Sie mit 450 bis 650 Euro pro Nacht bei Vollpension. Dafür bekommen Sie absolute Privatsphäre, einen persönlichen Butler-Service und die einzigartige Kombination aus Inselfeeling und schnellem Zugang zu den kulturellen Attraktionen Stone Towns. Das Resort organisiert private Schnorchelausflüge, Sunset-Cruises und kann ein komplettes Insel-Dinner nur für Sie beide arrangieren.

Blick aus der Vogelperspektive auf den Poolbereich mit Sonnenschirmen, Liegestühlen und Resortgebäuden auf Bawe Island

Das Bluebay Beach Resort & Spa in Kiwengwa an der Ostküste ist die beste All-Inclusive-Option für Sansibar Flitterwochen. Die 110 Zimmer verteilen sich auf ein weitläufiges Areal, sodass die Anlage nie überfüllt wirkt. Das Spa gehört zu den besten der Insel mit speziellen Couple-Treatments. Der Preis liegt bei 220 bis 340 Euro pro Nacht mit All-Inclusive. Der Strand ist gezeitenabhängig, aber bei Flut hervorragend zum Schwimmen. Das Honeymoon-Paket beinhaltet ein Upgrade auf eine Honeymoon-Suite, tägliche Obstkörbe und ein privates Dinner.

Hotelgebäude mit Strohdach, weißem Mauerwerk und Holzbalkonen, umgeben von Palmen und tropischer Vegetation

Worauf Sie bei der Hotelwahl achten sollten

Prüfen Sie, ob das Honeymoon-Paket automatisch inkludiert ist oder extra gebucht werden muss. Viele Resorts verlangen einen Nachweis der Hochzeit – eine Kopie der Heiratsurkunde reicht meist aus, diese sollte nicht älter als sechs Monate sein.

Fragen Sie nach der Strandqualität zu verschiedenen Gezeitenständen. Marketing-Fotos zeigen oft nur Flut-Situationen. Seriöse Hotels informieren transparent über Ebbe-Zeiten und bieten alternative Pools oder Meereszugang über Stege.

Die Verpflegung sollte mindestens Halbpension umfassen. Viele abgelegene Resorts haben nur ein oder zwei Restaurants in der Nähe, sodass Sie für Abendessen sonst lange Transfers einplanen müssen. All-Inclusive lohnt sich, wenn Sie Wert auf Getränke und Snacks ohne Zusatzkosten legen.


Aktivitäten und Erlebnisse für Paare

Sansibar bietet mehr als Strand – nutzen Sie mindestens zwei bis drei Tage für Ausflüge, um die kulturelle und natürliche Vielfalt zu erleben. Die Preise für Touren liegen deutlich unter denen in den Seychellen oder Malediven.

Eine Sunset Dhow Cruise gehört zum Pflichtprogramm jeder Hochzeitsreise. Die traditionellen Holzboote segeln am späten Nachmittag hinaus aufs Meer, meist mit Snacks und Getränken an Bord. Die meisten Touren dauern zwei bis drei Stunden und kosten 80 bis 120 Euro pro Paar. Buchen Sie über Ihr Hotel – so vermeiden Sie Strand-Hawker mit unsicheren Booten. Die ruhigsten Bedingungen haben Sie zwischen Juni und Oktober.

Das Mnemba Atoll ist das beste Schnorchel- und Tauchgebiet Sansibars. Tagesausflüge kosten 90 bis 140 Euro pro Person inklusive Equipment, Transfer und Mittagessen. Sie können mit hoher Wahrscheinlichkeit Meeresschildkröten, Delfine und bei Glück sogar Walhaie sehen. Für Taucher mit PADI-Zertifikat kostet ein geführter Tauchgang 140 bis 180 Euro mit zwei Tauchgängen. Die Sichtweiten sind zwischen September und März am besten.

GUT ZU WISSEN

Gewürztouren werden von unzähligen Anbietern offeriert – die Qualität variiert erheblich. Empfehlenswerte Touren dauern mindestens vier Stunden, besuchen mehrere Plantagen und beinhalten eine Mahlzeit. Rechnen Sie mit 50 bis 80 Euro pro Paar. Sie lernen den Anbau von Nelken, Zimt, Vanille, Muskat und Pfeffer kennen – alle Gewürze, die Sansibar den Beinamen „Gewürzinsel“ einbrachten.

Stone Town erkunden Sie am besten auf einer geführten Walking Tour. Die drei- bis vierstündigen Rundgänge kosten 30 bis 50 Euro pro Paar und führen durch die Altstadt mit ihren geschnitzten Türen, zum historischen Sklavenmarkt, zum Forodhani-Markt und durch verwinkelte Gassen, die Sie alleine nicht finden würden. Food Tours kosten 70 bis 100 Euro und lassen Sie die kulinarische Mischung aus arabischen, indischen und afrikanischen Einflüssen probieren. Beachten Sie, dass während des Ramadan viele Restaurants tagsüber geschlossen sind.

Der Jozani Forest im Zentrum der Insel ist Heimat der seltenen Sansibar-Stummelaffen. Geführte Touren dauern zwei Stunden und kosten etwa 40 Euro pro Paar inklusive Transfer. Die beste Zeit ist der frühe Morgen, wenn die Affen am aktivsten sind.


Safari-Kombination als Highlight

Eine drei- bis viertägige Safari in Tansania vor oder nach Sansibar verwandelt Ihre Flitterwochen in eine umfassende Ostafrika-Erfahrung. Die Kombination aus Safari und Strand ist eines der stärksten Argumente für Sansibar gegenüber reinen Badezielen. Komplette 14-Tage-Pakete mit Safari und Strand beginnen bei 5.500 Euro pro Paar.

Die klassische Route führt zum Serengeti-Nationalpark, Ngorongoro-Krater und Tarangire-Nationalpark. Zwischen Juni und Oktober erleben Sie die große Tierwanderung in der Serengeti. Die Tanzania National Parks bieten auf ihrer offiziellen Website aktuelle Informationen zu Eintrittspreisen und Parkregeln.

Logistisch ist die Kombination einfach: Von Sansibar fliegen Sie mit Precision Air oder Coastal Aviation in etwa 90 Minuten nach Arusha, dem Ausgangspunkt für Safaris. Nach der Safari geht es zurück nach Sansibar zum Strandaufenthalt. Die meisten Paare wählen drei bis vier Tage Safari und sieben bis acht Tage Strand.

Beachten Sie, dass Safari-Lodges meist nicht auf Honeymoon spezialisiert sind – die romantische Atmosphäre ist auf Sansibar deutlich stärker. Die Safari ist das Abenteuer-Element, der Strand danach dient der Erholung und Zweisamkeit.


Praktische Reisevorbereitung

Die Einreise nach Sansibar erfordert ein e-Visum, das 50 US-Dollar kostet und online beantragt wird. Der Antrag dauert etwa 15 Minuten, Sie benötigen einen Scan Ihres Reisepasses, ein Passfoto und eine Kreditkarte. Das Visum wird meist innerhalb von drei bis fünf Tagen als PDF zugestellt und muss ausgedruckt bei Einreise vorgelegt werden. Informationen zu aktuellen Einreisebestimmungen finden Sie beim Auswärtigen Amt.

Eine Gelbfieberimpfung ist nur bei Einreise aus Endemiegebieten vorgeschrieben – bei Direktflug aus Deutschland nicht. Malaria kommt auf Sansibar vor, das Risiko gilt als moderat. Viele Reisende nehmen eine Prophylaxe wie Malarone oder Doxycyclin, andere setzen auf Expositionsprophylaxe mit langen Ärmeln abends und Mückenspray mit DEET. Besprechen Sie die Optionen mit einem Tropenmediziner.

Eine Reisekrankenversicherung mit Rücktransport ist zwingend erforderlich. Die medizinische Versorgung auf Sansibar ist begrenzt – bei ernsthaften Erkrankungen erfolgt ein Rücktransport nach Nairobi oder Europa. Kosten dafür können 50.000 Euro übersteigen, weshalb eine gute Versicherung unverzichtbar ist.

Trinken Sie ausschließlich Flaschenwasser – Leitungswasser ist auf Sansibar nicht trinkbar.

Die Zeitverschiebung beträgt UTC+3, also nur ein bis zwei Stunden zu Deutschland je nach Sommer- oder Winterzeit. Jetlag ist dadurch minimal – ein großer Vorteil gegenüber Zielen wie den Malediven mit fünf Stunden Unterschied.

Verhaltensregeln und kulturelle Sensibilität

Sansibar ist zu über 95 Prozent muslimisch. Außerhalb der Resorts sollten Sie konservative Kleidung tragen – Schultern und Knie bedeckt, keine kurzen Shorts oder tiefe Ausschnitte. In Stone Town ist dies besonders wichtig. An Hotelstränden sind Bikinis und Badekleidung kein Problem, an öffentlichen Stränden sollten Sie zurückhaltender sein.

Öffentliche Zärtlichkeiten über Händchenhalten hinaus sind unüblich und sollten außerhalb der Resorts vermieden werden. Respekt vor lokalen Traditionen wird sehr geschätzt und öffnet Türen bei Begegnungen mit Einheimischen.

Alkohol ist in Resorts und lizenzierten Restaurants verfügbar, in Stone Town jedoch nur eingeschränkt. Während des Ramadan sind Restaurants tagsüber oft geschlossen – fragen Sie Ihr Hotel nach den genauen Daten, wenn Sie zwischen März und April reisen.


Kulinarische Entdeckungen

Die sansibarische Küche vereint arabische, indische und afrikanische Einflüsse. Typische Gerichte sind Biryani, würziger Reis mit Fleisch oder Fisch, Urojo, eine würzige Suppe mit Bhajias, und natürlich frischer Seafood in allen Variationen.

In Stone Town sollten Sie den Forodhani-Nachtmarkt besuchen, der täglich ab 18 Uhr öffnet. Hier bekommen Sie Zanzibar Pizza, gegrillten Tintenfisch, Samosas und Zuckerrohr-Saft für wenige Dollar. Die hygienischen Standards sind allerdings unterschiedlich – wählen Sie Stände mit hohem Umsatz und frisch zubereiteten Speisen.

Gehobene Restaurants wie The Rock in Michamvi, spektakulär auf einem Felsen im Meer gelegen, oder das Emerson Spice in Stone Town bieten raffinierte Interpretationen lokaler Küche. Reservierungen sind zwingend erforderlich. Rechnen Sie mit 40 bis 80 Euro pro Person für ein Drei-Gänge-Menü.

Vegetarier finden gute Optionen, da viele indisch beeinflusste Gerichte vegetarisch sind. Veganer haben es schwerer – Kokosmilch und Ghee sind weit verbreitet. Informieren Sie Ihr Hotel vorab über spezielle Ernährungsanforderungen.


Fazit: Drei Gründe, die für Sansibar Flitterwochen sprechen

Erstens: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Mit 30 bis 40 Prozent niedrigeren Kosten gegenüber Malediven oder Seychellen bekommen Sie vergleichbare Strände, hochwertige Resorts und deutlich mehr kulturelle Erlebnisse. Für Paare, die den Honeymoon nicht als reinen Strandurlaub verstehen, sondern Abwechslung schätzen, bietet Sansibar mehr Substanz.

Zweitens: Die Kombination verschiedener Erlebnisse macht die Reise abwechslungsreich. Stone Town mit seiner UNESCO-Welterbe-Altstadt, Gewürzplantagen, Schnorcheln am Mnemba Atoll und die Möglichkeit einer Safari-Kombination schaffen eine vielschichtige Reise. Sie kehren mit mehr Erinnerungen zurück als nur von einer Woche am Pool.

Drittens: Die geringe Zeitverschiebung und moderate Flugzeit von 12 bis 16 Stunden machen Sansibar zu einem praktikablen Ziel auch für zwei Wochen Urlaub. Der Jetlag ist minimal, Sie können die Zeit vor Ort besser nutzen. Für weitere Inspirationen zu romantischen Erlebnissen im Indischen Ozean abseits klassischer Hotelaufenthalte bietet unser Magazin zusätzliche Artikel.

Sansibar ist kein perfektes Ziel für alle. Wer absolute Luxus-Standards wie auf den Malediven erwartet, wird enttäuscht. Wer aber eine authentische, kulturell bereichernde Hochzeitsreise mit echtem Strand-Feeling zu vernünftigen Preisen sucht, findet auf der Gewürzinsel ein unterschätztes Flitterwochenziel mit Charakter.


Gut zu wissen

Häufig gestellte Fragen zum Sansibar-Urlaub

Wichtige Tipps für Ihre Reiseplanung

Mindestens sieben Nächte sind empfehlenswert, besser zehn bis zwölf Nächte. Die Anreise mit 12 bis 16 Stunden Flugzeit plus Transfer zum Resort ist anstrengend. Kürzere Aufenthalte führen dazu, dass Sie die Hälfte der Zeit mit An- und Abreise sowie Akklimatisierung verbringen. Zehn Nächte ermöglichen es, mehrere Regionen oder die Kombination Stone Town plus Strand zu erleben, ohne gehetzt zu sein.

Sansibar gilt als sicheres Reiseziel. Die Kriminalitätsrate in touristischen Gebieten ist niedrig. In Stone Town sollten Sie nachts nicht alleine durch dunkle Gassen gehen und Wertsachen im Hotelsafe lassen. Strand-Hawker können aufdringlich sein – ein bestimmtes, aber höfliches „Hapana“ (Nein auf Swahili) hilft. In den Resorts gibt es keine Sicherheitsbedenken. Die Zanzibar Tourism Commission arbeitet aktiv an der Sicherheit für Touristen.

Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Nungwi bietet mehr Infrastruktur, Restaurants und ganzjährig schwimmbares Meer ohne Gezeitenprobleme. Ideal für Paare, die abends ausgehen möchten und spontane Bademöglichkeiten schätzen. Matemwe ist ruhiger, authentischer und weniger überlaufen. Die Gezeiten sind moderat, der Zugang zum Mnemba Atoll ist besser. Ideal für Paare, die Ruhe und Schnorcheln über abendliche Unterhaltung stellen. Für einen detaillierten Vergleich mit anderen Gewürzinseln können Sie unseren Sansibar-Seychellen-Artikel lesen.

Das kommt auf die Region an. In abgelegenen Gebieten wie Michamvi oder südlichen Regionen lohnt sich All-Inclusive, da es kaum externe Restaurants gibt. In Nungwi oder Matemwe finden Sie zahlreiche Restaurants in Laufnähe, sodass Halbpension mit Flexibilität für Abendessen ausreicht. All-Inclusive kostet etwa 30 bis 40 Prozent mehr als Halbpension. Rechnen Sie durch: Wenn Sie täglich zwei Softdrinks, einen Cocktail und ein Abendessen außerhalb einplanen, sind das etwa 40 bis 60 Euro pro Tag – oft mehr als der Aufpreis für All-Inclusive.

Sansibar ist Malariagebiet mit moderatem Risiko. Viele Reisende nehmen eine Prophylaxe wie Malarone oder Doxycyclin, andere verlassen sich auf Expositionsprophylaxe mit langer Kleidung abends, Mückenspray mit DEET und Moskitonetzen. Die meisten Hotels haben Klimaanlagen und Moskitonetze. Besprechen Sie die Optionen mit einem Tropenmediziner, der Ihre individuelle Situation bewertet. Eine Standby-Medikation wie Malarone zum Mitnehmen ist eine weitere Option, falls Symptome auftreten.

Ja, das ist sogar eine der attraktivsten Optionen. Drei bis vier Tage Safari in den Nationalparks Serengeti, Ngorongoro oder Tarangire lassen sich problemlos mit Sansibar kombinieren. Die meisten Paare machen erst die Safari und entspannen dann am Strand. Flüge von Arusha nach Sansibar dauern 90 Minuten. Komplette 14-Tage-Pakete mit Safari und Strand kosten ab 5.500 Euro pro Paar. Die Safari sollte für mindestens drei Tage geplant werden, sonst überwiegt die Transferzeit die Tierbeobachtung.

Pflichtimpfungen gibt es keine, außer Gelbfieber bei Einreise aus Endemiegebieten. Bei Direktflug aus Deutschland ist Gelbfieber nicht erforderlich. Empfohlen werden die Standard-Impfungen: Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten auch Hepatitis B und Typhus. Besprechen Sie das individuell mit einem Tropenmediziner mindestens sechs Wochen vor Abreise, da manche Impfungen mehrere Dosen über Wochen erfordern.

Die lange Regenzeit von März bis Mai ist definitiv zu meiden. Viele Resorts schließen komplett oder bieten stark reduzierten Service. Es regnet täglich, oft stundenlang, die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, und viele Aktivitäten wie Bootsausflüge fallen aus. Auch die kurze Regenzeit im November kann problematisch sein, ist aber deutlich milder mit meist nur kurzen Schauern. Die heißeste Phase von Dezember bis Februar ist klimatisch anstrengend mit über 30 Grad und hoher Schwüle, aber machbar wenn Sie Hitze vertragen.

Trinkgeld ist üblich aber nicht verpflichtend. In Restaurants sind zehn Prozent angemessen, falls kein Service Charge auf der Rechnung steht. Für Transfer-Fahrer geben Sie 5 bis 10 US-Dollar pro Fahrt. Bei Ausflügen sind 10 bis 15 US-Dollar pro Person und Tag für Guides üblich. Im Hotel können Sie am Ende des Aufenthalts 30 bis 50 US-Dollar für das Zimmerpersonal im Umschlag an der Rezeption abgeben, die das Geld verteilen. US-Dollar werden bevorzugt, Euro werden auch akzeptiert.


Tags: Honeymoon Reiseinspiration
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