Familienurlaub auf Mauritius: Zwischen Buckelwalen und Unterwasserwelten
Mauritius verbindet kristallklare Lagunen mit außergewöhnlichen Naturerlebnissen – und das macht die Insel im Indischen Ozean zu einem idealen Ziel für Familien mit Kindern. Während die meisten Trauminseln entweder auf Entspannung oder Abenteuer setzen, bietet Mauritius beides: flache, sichere Strände für die Kleinsten und spektakuläre Aktivitäten wie Walbeobachtungen oder U-Boot-Fahrten für ältere Kinder. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig zwischen 24 und 28°C, und die Infrastruktur ist hervorragend auf Familien ausgerichtet.
Was Sie in diesem Artikel erfahren:
- Wann und wo Sie Buckelwale und Pottwale mit Kindern beobachten können – inklusive konkreter Anbieter und Preise
- Wie die Blue Safari U-Boot-Tour funktioniert und für welches Alter sie geeignet ist
- Welche Strände und Hotels sich wirklich für Familien eignen – mit ehrlichen Vor- und Nachteilen
- Praktische Reisetipps zu Kinderclubs, Kosten und der optimalen Reisezeit
Walbeobachtung auf Mauritius: Ein Erlebnis für die ganze Familie
Von Juli bis Oktober ziehen Buckelwale entlang der Westküste von Mauritius, um in den warmen Gewässern ihre Kälber zu gebären. Diese Zeit markiert die Hauptsaison für Walbeobachtungen, wobei August und September die besten Chancen auf eindrucksvolle Sichtungen bieten. Zwischen November und Dezember lassen sich außerdem Pottwale beobachten. Die Touren starten typischerweise zwischen 8:00 und 9:00 Uhr morgens und dauern drei bis vier Stunden.
Die Auswahl des richtigen Anbieters hängt wesentlich vom Alter Ihrer Kinder ab. Dolswim akzeptiert Kinder ab sechs Jahren und berechnet 95 Euro für Erwachsene sowie 75 Euro für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Aquaventure nimmt bereits Fünfjährige mit (85 Euro für Erwachsene, 65 Euro für Kinder von fünf bis elf Jahren), während Croisières Turquoise mit einem Mindestalter von vier Jahren die familienfreundlichste Option darstellt – zu Preisen von 75 Euro für Erwachsene und 55 Euro für Kinder zwischen vier und elf Jahren.
WICHTIG
Bei hohem Wellengang können Touren kurzfristig abgesagt werden. Buchen Sie daher flexibel und planen Sie die Walbeobachtung für den Anfang Ihres Aufenthalts ein, um bei Bedarf einen Ersatztermin zu haben. In der Hochsaison zwischen Juli und September empfiehlt sich eine Reservierung ein bis zwei Wochen im Voraus.
Zur Vorbereitung gehört mehr als nur die Buchung. Medikamente gegen Seekrankheit sollten etwa 30 Minuten vor Abfahrt eingenommen werden – auch wenn Ihre Kinder sonst nicht anfällig sind, denn die Wellen vor der Westküste können unruhig sein. Packen Sie wasserfesten Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ein, leichte Snacks für die Kinder und ausreichend Trinkwasser. Die Mauritius Tourism Promotion Authority bietet auf ihrer Website aktuelle Informationen zu Wetterbedingungen und zertifizierten Anbietern.
Schwimmen mit Walen ist auf Mauritius streng verboten – ein wichtiger Schutz für die Tiere, der konsequent durchgesetzt wird.
Blue Safari U-Boot-Tour: Abtauchen in 40 Meter Tiefe
Die Blue Safari U-Boot-Tour bietet eine wetterunabhängige Alternative zur Walbeobachtung und ist bereits für Dreijährige geeignet. Täglich starten die 45-minütigen Fahrten am Blue Safari Pier in Grand Baie an der Nordküste. Das U-Boot taucht auf 35 bis 40 Meter Tiefe und ermöglicht durch große Panoramafenster den Blick auf Korallenriffe, tropische Fische und gelegentlich auch größere Meerestiere wie Rochen oder Schildkröten.
Der Preis liegt bei 110 Euro für Erwachsene und 55 Euro für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren. Online-Buchungen sind häufig günstiger als direkt vor Ort und sollten besonders in der Hauptreisezeit von April bis Dezember bevorzugt werden. Eine praktische Einschränkung: Im U-Boot gibt es keine Toilette. Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder vor der Tour noch einmal zur Toilette gehen.
Für Kinder ab sieben Jahren bietet sich der Undersea Walk als spannende Alternative an. Dabei gehen die Teilnehmer mit einem speziellen Helm auf dem Meeresgrund in drei bis vier Metern Tiefe spazieren – ohne Tauchschein und ohne schwimmen zu müssen. Die Kosten betragen 65 Euro für Erwachsene und 45 Euro für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Diese Aktivität dauert etwa zwei Stunden inklusive Bootstransfer zur Unterwasserplattform.
GUT ZU WISSEN
Das U-Boot ist bei voller Auslastung eng und kann für Personen mit Platzangst unangenehm sein. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kind damit zurechtkommt, buchen Sie einen Platz am Vormittag – diese Touren sind oft weniger ausgebucht als die Nachmittagsfahrten.
Die kinderfreundlichsten Strände: Westküste schlägt Ostküste
Die Wahl des richtigen Strandabschnitts entscheidet maßgeblich darüber, wie entspannt Ihr Familienurlaub verläuft. Die Westküste rund um Flic en Flac gilt als die kinderfreundlichste Region: Die Lagune ist hier nur ein bis eineinhalb Meter tief, der Wellengang minimal und der Einstieg ins Wasser sanft. Kleine Kinder können hier gefahrlos im warmen Wasser spielen, während Eltern vom Strand aus alles im Blick behalten.
Die Nordküste um Grand Baie ist lebhafter und bietet mehr Wassersportmöglichkeiten – Jetski, Parasailing und Schnorcheltouren starten hier häufig direkt vom Strand. Die Wassertiefe liegt bei eineinhalb bis zwei Metern, was für ältere Kinder ab etwa acht Jahren ideal ist. Der Nachteil: An Wochenenden und Feiertagen wird es hier voll, da Grand Baie auch bei Einheimischen beliebt ist.
Die Ostküste bei Belle Mare punktet mit dem längsten Sandstrand der Insel und spektakulären Ausblicken, bringt jedoch stärkere Winde mit sich. Für Familien mit kleineren Kindern ist diese Region nur bedingt geeignet. Zwischen Juni und September kann der Wind hier unangenehm werden, und die Wellen sind merklich höher als an der geschützten Westküste. Ältere Kinder und Teenager schätzen hingegen die Möglichkeiten zum Kitesurfen und Windsurfen.
| Region | Wassertiefe | Kinderfreundlichkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Westküste (Flic en Flac) | 1-1,5 m | Sehr hoch | Ruhigste Lagune |
| Nordküste (Grand Baie) | 1,5-2 m | Hoch | Viele Wassersportangebote |
| Ostküste (Belle Mare) | 1-2 m | Mittel | Längster Strand, windiger |
Unabhängig von der gewählten Region sollten Sie Badeschuhe für die ganze Familie einpacken. An vielen Stränden liegen Korallenstücke im flachen Wasser, die zwar tot sind, aber dennoch scharfe Kanten haben können. Beachten Sie außerdem die Gezeiten: Bei Niedrigwasser zieht sich das Meer teilweise so weit zurück, dass Baden kaum möglich ist – besonders an der Ostküste kann dieser Effekt mehrere Stunden anhalten.
Die Westküste von Mauritius bietet die sichersten Badebedingungen für Familien mit Kindern unter acht Jahren.
Familienhotels: Diese Resorts überzeugen wirklich
Die Hotelwahl auf Mauritius erfordert mehr Überlegung als auf anderen Inseln, da die Entfernungen zwischen den Küstenabschnitten erheblich sind. Ein Hotel an der Ostküste bedeutet beispielsweise eine anderthalbstündige Fahrt zu den Walbeobachtungstouren an der Westküste. Gleichzeitig bieten nicht alle Luxusresorts gleichermaßen durchdachte Kinderprogramme.
Das Paradis Beachcomber Golf Resort & Spa an der Westküste vereint ideale Lage mit hervorragender Familieninfrastruktur. Die Preise beginnen bei etwa 450 Euro pro Nacht, dafür erhalten Familien direkten Zugang zu einer der flachsten und sichersten Lagunen der Insel. Der Kinderclub betreut Kinder von drei bis zwölf Jahren täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr – inklusive Mittagessen und altersgerechter Aktivitäten. Walbeobachtungstouren sind vom Hotel aus in 20 Minuten erreichbar.
An der Nordküste überzeugt das Lux Grand Baie mit moderner Architektur und einem Preis ab 400 Euro pro Nacht. Die Lage in Grand Baie ist perfekt für Familien, die neben Entspannung auch Restaurants, Shops und Wassersportanbieter fußläufig erreichen möchten. Das Studio 17 richtet sich gezielt an Teenager zwischen 13 und 17 Jahren – eine Seltenheit auf Mauritius und ein echter Pluspunkt für Familien mit älteren Kindern. Der Blue Safari Pier für U-Boot-Touren liegt nur fünf Gehminuten entfernt.
Wer das Maximum an Luxus sucht und längere Anfahrtswege in Kauf nimmt, findet im Constance Prince Maurice an der Ostküste ein außergewöhnliches Resort. Ab 550 Euro pro Nacht bietet es weitläufige Villen, einen exzellenten Kids Club und sogar ein eigenes Turtle Sanctuary, in dem Kinder Schildkröten beobachten können. Die Fahrt zu den Walbeobachtungstouren an der Westküste dauert allerdings etwa 90 Minuten – für jüngere Kinder eine Herausforderung. Dieses Hotel eignet sich am besten für Familien, die hauptsächlich im Resort entspannen möchten und nur vereinzelt Ausflüge planen.
KOSTENRECHNUNG
Eine vierköpfige Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) rechnet in einem Vier-Sterne-Hotel mit 300 bis 500 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Restaurants außerhalb des Hotels kosten 10 bis 25 Euro pro Person. Ein typischer Tagesausflug mit Walbeobachtung oder U-Boot-Tour schlägt mit etwa 300 Euro für die ganze Familie zu Buche.
Kinderclubs und Betreuung: Was Sie erwarten können
Die meisten Hotels auf Mauritius bieten Kinderclubs für die Altersgruppe drei bis zwölf Jahre an, wobei viele Resorts die Kinder zusätzlich in kleinere Altersgruppen aufteilen: drei bis fünf Jahre, sechs bis zwölf Jahre und gelegentlich 13 bis 17 Jahre. Die Programme laufen üblicherweise von 9:00 bis 17:00 Uhr und sind in Fünf-Sterne-Resorts kostenlos, während Drei-Sterne-Hotels teilweise Gebühren erheben.
Die Qualität der Betreuung ist durchweg hoch, da die meisten Hotels speziell ausgebildetes Personal beschäftigen. Aktivitäten umfassen Schnitzeljagden, Bastelnachmittage, Strandspaziergänge und simple Wassersporteinführungen. In Luxusresorts kommen oft kulturelle Elemente hinzu – etwa Sega-Tanzkurse (der traditionelle Tanz von Mauritius) oder kreolische Kochworkshops für ältere Kinder.
Wichtig ist die rechtzeitige Anmeldung: Besonders in den europäischen Sommerferien und über Weihnachten sind die Kinderclubs schnell ausgebucht. Melden Sie Ihre Kinder idealerweise bereits am Anreisetag an. Die meisten Hotels bieten zudem Babysitting-Services für die Abendstunden an – die Kosten liegen bei etwa 15 bis 20 Euro pro Stunde.
Kindermenüs sind in praktisch allen Restaurants Standard, selbst in gehobenen Gourmetrestaurants. Die Speisekarten umfassen vertraute Gerichte wie Pasta, Pizza und Chicken Nuggets, aber auch mildere Varianten kreolischer Spezialitäten. Hochstühle und Kinderbesteck sind selbstverständlich verfügbar.
Weitere Familienaktivitäten: Von Riesenschildkröten bis Katamaran-Törns
Neben Walen und U-Boot-Touren bietet Mauritius eine Reihe weiterer Aktivitäten, die sich hervorragend für Familien eignen. Der Casela Nature Park an der Westküste ist ein weitläufiger Safaripark mit Streichelzoo, Safari-Touren und Quad-Fahrten durch die Hügellandschaft. Der Eintritt kostet 25 Euro für Erwachsene und 13 Euro für Kinder. Planen Sie mindestens einen halben Tag ein – der Park ist groß genug, um mehrere Stunden zu füllen, ohne dass Langeweile aufkommt.
Der La Vanille Naturpark im Süden der Insel ist deutlich ruhiger und konzentriert sich auf Riesenschildkröten, Krokodile und endemische Pflanzen. Hier können Kinder die Schildkröten füttern und streicheln – ein Erlebnis, das besonders bei Vier- bis Achtjährigen gut ankommt. Die Eintrittspreise liegen bei 15 Euro für Erwachsene und acht Euro für Kinder. Die Anfahrt von der West- oder Nordküste dauert etwa eine Stunde.
Katamaran-Touren zu den vorgelagerten Inseln sind ein weiteres Highlight. Ganztagesausflüge führen typischerweise zur Île aux Cerfs an der Ostküste oder zur Île aux Bénitiers im Südwesten. Die Boote sind groß und stabil genug, um auch für jüngere Kinder geeignet zu sein. Im Preis von meist 80 bis 100 Euro pro Person (Kinder oft 50 Prozent Rabatt) sind Mittagessen, Schnorchelausrüstung und Transfers vom Hotel enthalten. Die Touren starten gegen 9:00 Uhr und kehren um 16:00 Uhr zurück.
Wenn Sie eine umfassende Übersicht zu weiteren Aktivitäten auf Mauritius suchen, hilft Ihnen unser detaillierter Luxus-Guide mit zahlreichen Insider-Tipps weiter.
Beste Reisezeit: Wann Mauritius mit Kindern am meisten Sinn ergibt
Die optimalen Reisemonate für Familien sind April bis Juni sowie September bis Dezember. In diesen Zeiträumen liegt die Temperatur bei angenehmen 24 bis 28°C, die Luftfeuchtigkeit ist erträglich und die Regenwahrscheinlichkeit gering. April bis Juni fällt zudem in die Nebensaison, was sich in niedrigeren Hotelpreisen und weniger überlaufenen Stränden niederschlägt.
Wer gezielt Wale sehen möchte, muss zwischen Juli und Oktober reisen – mit der Einschränkung, dass dies auch die kühlste Zeit des Jahres ist. „Kühl“ bedeutet auf Mauritius allerdings immer noch 22 bis 26°C tagsüber, lediglich die Abende können frischer werden. Für diese Zeit empfiehlt sich eine leichte Jacke für die Kinder.
Die Sommermonate November bis April sind warm bis heiß (26 bis 30°C) und feuchter, mit gelegentlichen, meist kurzen Regenschauern am Nachmittag. Zwischen Januar und März ist Zyklonsaison – Wirbelstürme sind selten, aber möglich. Für Familien mit schulpflichtigen Kindern sind die deutschen Sommerferien im Juli und August dennoch eine gute Option: Das Wetter ist stabil, und die Walbeobachtungen erreichen ihren Höhepunkt.
| Reisezeit | Temperatur | Vorteile für Familien | Nachteile |
|---|---|---|---|
| April-Juni | 24-28°C | Weniger Touristen, günstigere Preise | Keine Walbeobachtung |
| Juli-August | 22-26°C | Beste Zeit für Wale | Kühlere Abende, höhere Preise |
| November-Dezember | 26-30°C | Warm und sonnig, Pottwale | Beginn der Regenzeit |
Unabhängig von der gewählten Reisezeit sollten Flüge frühzeitig gebucht werden. Air Mauritius fliegt mehrmals wöchentlich direkt von Frankfurt nach Mauritius, die Flugzeit beträgt etwa elf Stunden. Alternativen wie Emirates oder Turkish Airlines bieten Verbindungen mit einem Zwischenstopp an – diese können günstiger sein, verlängern die Reisezeit aber auf 14 bis 16 Stunden.
Für Familien mit Kleinkindern sind Direktflüge trotz höherer Kosten meist die stressärmere Wahl.
Praktische Reiseplanung: Visum, Währung und Kosten
Deutsche Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum. Bei der Einreise wird ein kostenloser Stempel in den Pass gesetzt – vorausgesetzt, Sie können ein Rückflugticket und eine Hotelbuchung vorweisen. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein.
Die Währung auf Mauritius ist die Mauritius-Rupie (MUR), wobei der Wechselkurs bei etwa 1 Euro zu 50 Rupien liegt. In Hotels und touristischen Restaurants werden Euro und Kreditkarten problemlos akzeptiert, für kleinere Ausgaben wie Snacks am Strand oder Souvenirs empfiehlt sich jedoch Bargeld in Landeswährung. Geldautomaten finden sich am Flughafen und in allen größeren Ortschaften.
SIM-Karten sind am Flughafen direkt nach der Ankunft erhältlich und kosten etwa 10 Euro für zwei Wochen mit ausreichend Datenvolumen. Dies ist praktisch für Navigation, Restaurant-Recherchen und die Kommunikation mit Ausflugsanbietern. Die beiden größten Anbieter sind Emtel und Orange Mauritius.
AUF EINEN BLICK
Budget für eine vierköpfige Familie pro Tag: Hotel (300-500 EUR), Essen außerhalb (40-80 EUR), Mietwagen (40 EUR), Aktivitäten (0-300 EUR je nach Programm). Gesamtkosten für eine Woche ohne Flüge: 3.000 bis 6.000 Euro je nach Hotelkategorie und Aktivitätsniveau.
Ein Mietwagen ist für Familien sinnvoll, die flexibel verschiedene Strände und Ausflugsziele erkunden möchten. Die Kosten liegen bei etwa 40 Euro pro Tag für einen Mittelklassewagen. Beachten Sie, dass auf Mauritius Linksverkehr herrscht – eine kurze Eingewöhnungsphase ist normal. Kindersitze müssen bei der Buchung extra angefordert werden und kosten meist fünf bis zehn Euro zusätzlich pro Tag.
Wer sich fragt, ob Mauritius oder die Malediven besser für Familien geeignet sind, findet in unserem Vergleichsartikel eine detaillierte Gegenüberstellung beider Destinationen – inklusive Preis-Leistungs-Verhältnis und Aktivitätenangebot.
Fazit: Mauritius als Familienreiseziel
Mauritius kombiniert sichere Badestrände mit außergewöhnlichen Naturerlebnissen und macht damit den Spagat zwischen Entspannung und Abenteuer besser als die meisten anderen Inseln im Indischen Ozean. Die flachen Lagunen an der Westküste bieten ideale Bedingungen für Kleinkinder, während Walbeobachtungen und U-Boot-Touren auch ältere Kinder und Teenager begeistern.
Drei Erkenntnisse sind dabei zentral: Erstens lohnt sich die sorgfältige Wahl der Küstenregion – die Westküste überzeugt für Familien mit jüngeren Kindern durch ruhiges Wasser und kurze Wege zu den wichtigsten Ausflugszielen. Zweitens sollte die Reisezeit an die gewünschten Aktivitäten angepasst werden: Wer Wale sehen möchte, muss zwischen Juli und Oktober reisen, für reinen Strandurlaub sind April bis Juni ideal. Drittens zahlt sich die Investition in ein gut ausgestattetes Familienhotel aus – professionelle Kinderclubs und kurze Wege zum Strand machen den Unterschied zwischen einem entspannten und einem stressigen Urlaub.
Die Infrastruktur ist hervorragend auf Familien ausgerichtet, die Anreise mit Direktflügen unkompliziert und die Vielfalt an Aktivitäten außergewöhnlich. Mauritius ist keine günstige Destination, aber für Familien, die Wert auf Sicherheit, Komfort und unvergessliche Naturerlebnisse legen, eine der besten Optionen im Indischen Ozean.
Häufig gestellte Fragen zum Mauritius-Urlaub
Insider-Tipps und praktische Antworten
Mauritius eignet sich bereits für Familien mit Kleinkindern ab etwa zwei Jahren. Die meisten Hotels bieten Kinderclubs ab drei Jahren an, aber auch jüngere Kinder profitieren von den flachen Lagunen und sicheren Badebedingungen. Für Aktivitäten wie Walbeobachtung sollten Kinder mindestens vier Jahre alt sein, die U-Boot-Tour ist ab drei Jahren möglich. Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren sind in Resorts willkommen, benötigen allerdings mehr elterliche Betreuung, da viele Aktivitäten für sie noch nicht zugänglich sind.
Eine Aufenthaltsdauer von zehn bis vierzehn Tagen ist ideal, um die wichtigsten Familienaktivitäten ohne Stress zu erleben und gleichzeitig ausreichend Zeit für Stranderholung zu haben. Bei kürzeren Aufenthalten von einer Woche sollten Sie sich auf eine Küstenregion konzentrieren, um lange Fahrten zu vermeiden. Bedenken Sie, dass der elfsündige Flug und die Zeitverschiebung von drei Stunden (europäischer Winter) bis vier Stunden (europäischer Sommer) ein bis zwei Tage Eingewöhnung erfordern.
Die meisten Strände an der West- und Nordküste sind durch vorgelagerte Riffe geschützt und weisen nur minimalen Wellengang auf. Die Wassertiefe steigt sehr allmählich an, was besonders für Nichtschwimmer ideal ist. Haie und gefährliche Strömungen sind in den Lagunen praktisch nicht vorhanden. Trotzdem sollten Sie auf Seeigel und Korallenstücke achten – Badeschuhe sind ein Muss. Lifeguards sind an öffentlichen Stränden präsent, an Hotelstränden gibt es meist keine offiziellen Rettungsschwimmer, aber aufmerksames Hotelpersonal.
Bei zu hohem Wellengang werden Touren aus Sicherheitsgründen abgesagt – dies passiert hauptsächlich in den Wintermonaten Juni bis August. Seriöse Anbieter bieten in diesem Fall eine vollständige Rückerstattung oder einen Alternativtermin an. Buchen Sie die Walbeobachtung daher möglichst früh in Ihrem Urlaub, damit Sie bei Ausfall noch auf einen anderen Tag ausweichen können. Das Wetter auf Mauritius ist generell gut vorhersehbar, trotzdem sollten Sie einen Puffertag einplanen.
Für die direkte Einreise aus Europa sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts sowie Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition kann zusätzlich Hepatitis B sinnvoll sein. Malaria gibt es auf Mauritius nicht, auch Dengue-Fieber ist selten. Trotzdem sollte auf Mückenschutz geachtet werden, besonders in den Abendstunden. Konsultieren Sie vier bis sechs Wochen vor Reiseantritt einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt.
Die medizinische Versorgung in Privatkliniken und bei niedergelassenen Ärzten in den Touristengebieten entspricht europäischem Standard. Die meisten Ärzte sprechen Englisch und Französisch, viele auch Deutsch. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist dennoch unverzichtbar, da die Kosten für medizinische Behandlungen vor Ort zunächst privat getragen werden müssen. In allen größeren Hotels gibt es Ärzte auf Abruf. Für Notfälle stehen in Port Louis und anderen Städten gut ausgestattete Krankenhäuser zur Verfügung.
Mauritius bietet für Teenager deutlich mehr als klassische Strandresorts. Wassersportarten wie Kitesurfen, Stand-up-Paddling und Schnorcheln sind weitverbreitet, viele Hotels haben eigene Wassersportzentren. Katamaran-Törns, Quad-Touren durch den Casela Nature Park und Zip-Lining sprechen ältere Kinder an. Das bereits erwähnte Studio 17 im Lux Grand Baie richtet sich gezielt an 13- bis 17-Jährige mit Gaming-Lounges, DJ-Workshops und Sportaktivitäten. Dennoch: Wer Freizeitparks oder Shopping-Malls erwartet, wird enttäuscht – Mauritius ist vor allem Natur und Strand.
Die meisten Familienhotels auf Mauritius bieten wahlweise Halbpension (Frühstück und Abendessen) oder All-Inclusive an. All-Inclusive umfasst zusätzlich Mittagessen, Snacks, nicht-alkoholische Getränke tagsüber und oft auch lokale alkoholische Getränke für die Eltern sowie die Nutzung von nicht-motorisierten Wassersportgeräten. Der Preisunterschied liegt bei etwa 50 bis 100 Euro pro Tag für eine vierköpfige Familie. All-Inclusive lohnt sich, wenn Sie hauptsächlich im Resort bleiben. Bei vielen Ausflügen und Restaurantbesuchen außerhalb ist Halbpension flexibler und oft günstiger.





