Die beste Zeit für eine Kombination aus Safari in Tansania und Badeurlaub auf Sansibar liegt klar in den Trockenperioden: Juni bis Oktober sowie Januar bis Februar. In diesen Monaten regnet es in vielen Parks nur 10–30 Millimeter pro Monat, die Temperaturen liegen meist zwischen 20 und 28 Grad, und die Tiere konzentrieren sich an wenigen Wasserstellen – ideale Bedingungen für intensive Wildtierbeobachtung. Parallel dazu bietet Sansibar überwiegend sonnige Tage, ruhige See und Wassertemperaturen von 25–29 Grad.
Dieser Artikel richtet sich an Reisende, die ihre Reise nicht „irgendwann“, sondern zum optimalen Zeitpunkt planen möchten – sei es für die Große Migration in der Serengeti, die Kalbungszeit in Ndutu oder perfekte Strandtage an Sansibars Nord- und Ostküste.
Was dieser Artikel bietet:
Tansania liegt zwischen 1 und 12 Grad südlich des Äquators und wird von zwei Regenzeiten geprägt: der großen Regenzeit (Masika) von März bis Mai und der kleinen Regenzeit (Vuli) im November. Dazwischen liegen die große Trockenzeit von Juni bis Oktober und die kleinere Trockenphase von Dezember bis Februar. Diese Zweiteilung ist der Schlüssel zur Reiseplanung, weil Niederschlag, Vegetation und Tierverhalten direkt davon abhängen.
In der großen Trockenzeit fallen in vielen Safari-Regionen nur 10–30 Millimeter Regen pro Monat, die Luftfeuchtigkeit sinkt auf etwa 40–60 Prozent. Sichtlinien sind klar, Pisten meist gut befahrbar. In der kleinen Trockenzeit liegen die Niederschläge höher (50–80 Millimeter), die Landschaft bleibt grüner, die Luftfeuchtigkeit steigt auf 60–75 Prozent – dafür sind Preise und Besucherzahlen oft deutlich entspannter.
Serengeti und Ngorongoro liegen auf 1.500 bis 2.300 Metern Höhe, mit Tagestemperaturen von rund 15–28 Grad (Serengeti) und 10–22 Grad (Ngorongoro-Krater). Auf Meereshöhe, also auch auf Sansibar, bewegen sich die Temperaturen meist zwischen 24 und 32 Grad. Verlässliche Langzeitdaten zu Temperatur- und Niederschlagsverlauf stellt das Climate Change Knowledge Portal der Weltbank bereit, das spezifische Werte für Tansania übersichtlich aufschlüsselt: https://climateknowledgeportal.worldbank.org/country/tanzania.
Wer in der Trockenzeit reist, profitiert von hoher Sichtbarkeit der Tiere und meist problemloser Logistik – zahlt dafür aber höhere Preise und teilt ikonische Schauplätze mit mehr Reisenden. Die Regenzeiten bringen niedrigere Preise, spektakuläre Wolkenstimmungen und sattes Grün, jedoch auch geschlossene Camps, schlammige Pisten und eingeschränkte Erreichbarkeit in entlegenen Parks wie Ruaha oder Nyerere (ehemals Selous).
| Reisezeit | Niederschlag | Temperatur | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Juni–Oktober | 10–30 mm/Monat | 20–28 °C | Beste Tierbeobachtung, trockene Wege, klare Sicht | Höchste Preise, viele Besucher, staubig |
| Januar–Februar | 50–80 mm/Monat | 22–30 °C | Kalbungszeit, grüne Landschaft, 30–40 % günstiger als Hochsaison | Kurzzeitige Schauer, mehr Insekten |
| März–Mai | 150–300 mm/Monat | 21–28 °C | Bis 50 % Preisnachlass, kaum Menschenmassen | Viele Camps geschlossen, schwierige Pisten |
| November | 80–120 mm/Monat | 23–29 °C | Günstige Preise, beginnende Migration | Unberechenbare Schauer, hohe Luftfeuchtigkeit |
Für eine klassische Kombination aus Safari und Strandurlaub auf Sansibar sind die Monate Juni–Oktober sowie Januar–Februar klar im Vorteil. März–Mai lohnt sich nur für sehr flexible Reisende, die Komforteinschränkungen bewusst in Kauf nehmen.
Die Serengeti ist zweifellos das Herzstück einer Tansania-Safari. Laut der offiziellen Parkverwaltung TANAPA (https://storymaps.arcgis.com/stories/da3c674bdcc44265af0d5e85d8403583) ziehen hier jährlich rund 1,5 Millionen Gnus, 200.000 Zebras und 400.000 Gazellen auf einem etwa 800 Kilometer langen Rundkurs durchs Ökosystem Serengeti–Mara. Juni bis Oktober gelten als Hauptsaison: Die Vegetation ist niedrig, Wasserlöcher werden zu Treffpunkten, und die Raubtiere nutzen jede Schwäche der Herden.
Im Januar und Februar verlagert sich das Spektakel in den Süden, in die Ndutu-Region im Ngorongoro-Schutzgebiet. In diesen Wochen kommen bis zu 8.000 Gnu-Kälber pro Tag zur Welt, begleitet von einer hohen Dichte an Löwen, Geparden und Hyänen. Die Temperaturen liegen häufig bei 28–32 Grad, die Landschaft ist grün und fotogen, und die Lodges sind etwa 30–40 Prozent günstiger als im Peak von August bis Oktober.
Tarangire entwickelt während der großen Trockenzeit von Juni bis Oktober eine ganz eigene Magie. Dann sammeln sich tausende Elefanten am Tarangire-Fluss, häufig sind 300–500 Tiere pro Tag sichtbar. Gleichzeitig bleiben die Besucherzahlen niedriger als in der Serengeti, was den Park zu einer idealen Ergänzung im Northern Circuit macht.
Wer gezielt die Große Gnuwanderung erleben möchte, sollte nicht nur an Trocken- oder Regenzeit denken, sondern an die jeweilige Migrationsphase. Die Kalbungszeit von Januar bis März im Süden (Ndutu) ist vorhersagbar, mit hoher Tiersicherheit und kurzen Fahrdistanzen zwischen den Herden. Für Familien ist diese Phase oft ideal, weil Tiersichtungen dicht getaktet sind und lange Transfers entfallen.
Im Juni und Juli zieht es die Herden über den Western Corridor Richtung Norden, mit Chancen auf Flussüberquerungen am Grumeti. Die Straßen sind hier häufig holpriger und weniger ausgebaut, der Park aber deutlich ruhiger. August bis Oktober konzentrieren sich dann viele Reisende auf die nördliche Serengeti bei Kogatende, wo die spektakulären Mara-Flussüberquerungen stattfinden. Mehrere Crossings pro Tag sind möglich, allerdings oft begleitet von 30 oder mehr Fahrzeugen an den Ufern – ein emotionales, aber auch touristisch intensives Erlebnis.
Die Migration folgt dem Regen, nicht dem Kalender. Abweichungen von zwei bis vier Wochen sind normal. Ein Aufenthalt von mindestens drei bis vier Nächten in der jeweiligen Region erhöht die Chancen deutlich, ein Crossing oder besonders aktive Raubtiere zu erleben, garantiert werden kann dies jedoch nie.
Auf Sansibar bestimmen zwei Monsunwinde den Charakter der Küsten: Der Kaskazi-Monsun (Nordost) von Dezember bis März bringt ruhige See, hohe Wassertemperaturen von 28–29 Grad und die besten Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln. Niederschlagsmengen von 60–100 Millimetern pro Monat sind möglich, meist in kurzen Schauern. Detaillierte Informationen zu den Wetterzyklen und der besten Reisezeit für Sansibar helfen bei der Feinplanung.
Der Kusi-Monsun (Südost) von April bis Oktober sorgt für frischere Brisen, etwas kühlere Wassertemperaturen (25–26 Grad) und mehr Algen, besonders an der Ostküste zwischen Paje, Jambiani und Bwejuu. Von Juni bis September können sich dort Algenbänke bilden, die von vielen Resorts zwar täglich geräumt werden, an öffentlichen Strandabschnitten aber sicht- und riechbar bleiben.
Die Nordküste um Nungwi und Kendwa ist ganzjährig eine sichere Bank für Badegäste: schwimmbares Wasser unabhängig von den Gezeiten, weniger Algenprobleme und sehr klare Sicht unter Wasser. Allerdings liegen die Preise für gute Resorts hier oft zwischen 150 und 400 Euro pro Nacht und damit über anderen Küstenabschnitten.
Die Ostküste Sansibars mit Orten wie Paje und Jambiani punktet besonders von Dezember bis März und im Oktober/November. In dieser Phase sind die Algenbestände gering, das Wasser angenehm warm, und die Gezeiten inszenieren breite, fast leere Sandflächen. Gleichzeitig ist Juni bis September hier Hochsaison für Kitesurfer, weil der Kusi-Monsun stetige Winde von 15–25 km/h bringt – Baden ist dann teilweise eingeschränkt, aber Wassersportler finden exzellente Bedingungen.
Wer klassische Strandtage ohne lange Wege zum Wasser sucht, ist an der Nordküste mit Nungwi und Kendwa besser aufgehoben. Die Trockenzeit von Juni bis Oktober bringt sonnige, eher etwas kühlere Tage und zeigt sich oft mit angenehmen 25 Grad Wassertemperatur. In der kleinen Trockenzeit Januar/Februar ist das Meer hier besonders warm und ruhig, ideal nach einer Safari im Northern Circuit.
Westlich gelegene Strände in der Nähe von Stone Town sind ganzjährig relativ windgeschützt, bieten jedoch weniger klassische Strandkulisse. Sie eignen sich vor allem für Reisende, die Kultur, Altstadtflair und Sonnenuntergänge schätzen und Strandtage vielleicht an der Nord- oder Ostküste ergänzen.
Zwischen Juni und Oktober herrschen in vielen Parks und auf Sansibar nahezu ideale Bedingungen. In der Serengeti konzentrieren sich die Tiere an Wasserlöchern, im Tarangire ziehen Elefantenherden durch eine staubige, fotogene Landschaft, und die Wege sind meist gut befahrbar. Die Temperaturen bleiben tagsüber angenehm, morgens im Ngorongoro-Krater sind allerdings 8–12 Grad üblich – warme Kleidung für frühe Pirschfahrten ist Pflicht.
Auf Sansibar bringt diese Periode viel Sonne und angenehmere Hitze als im März/April. Das Meer kann sich an der Ostküste etwas „frischer“ anfühlen, bleibt mit 25–26 Grad aber absolut badetauglich. Gleichzeitig profitieren Kitesurfer in Paje und Jambiani von konstanten Winden, während Nungwi und Kendwa ruhigere Badebedingungen bieten. Preislich ist allerdings Hochsaison: Safarilodges liegen oft zwischen 400 und 800 Euro pro Nacht, Spitzenunterkünfte sogar darüber, Sansibar-Resorts zwischen 200 und 400 Euro.
Die Kehrseite: Viele Premium-Lodges sind 9–12 Monate im Voraus ausgebucht, insbesondere von August bis Anfang Oktober. Wer diese Monate ins Auge fasst, sollte langfristig planen und feste Reisedaten einplanen, da flexible Umbuchungen in der Hochsaison selten sind.
Januar und Februar kombinieren hervorragende Safari-Erlebnisse mit sehr angenehmen Bedingungen auf Sansibar – oft zu deutlich besseren Preisen als im europäischen Sommer. In der südlichen Serengeti und der Ndutu-Region liegt die Kalbungszeit der Großen Migration: Bis zu 8.000 Kälber pro Tag, dazu eine hohe Dichte an Raubtieren und vergleichsweise kurze Grasbestände. Viele mobile Camps richten sich bewusst in dieser Region ein, um den Herden möglichst nahe zu bleiben.
Die kleine Trockenzeit bringt dabei etwas höhere Niederschläge (50–80 Millimeter) und eine grüne Landschaft, was Fotos oft noch eindrucksvoller macht. Es gibt kurze, heftige Schauer, vor allem nachmittags, das Wildtiererlebnis bleibt aber exzellent. Sansibar präsentiert sich parallel dazu mit 28–29 Grad warmem Wasser, ruhiger See und idealen Schnorchel- und Tauchbedingungen, insbesondere rund um vorgelagerte Riffe.
Preislich liegen Safarilodges in dieser Zeit meist 30–40 Prozent unter dem Niveau von August bis Oktober, auch Inlandsflüge und Sansibar-Resorts sind günstiger. Für Familien mit Schulferien im Winter oder Paare, die Privatsphäre suchen, bietet diese Phase ein sehr gutes Verhältnis aus Preis, Qualität und Erlebnisdichte.
Für die Wahl des richtigen Strandhotels ist neben Budget und Stilvorlieben vor allem die Reisezeit entscheidend. In der Trockenzeit von Juni bis Oktober und in der kleineren Trockenphase um Januar/Februar lohnt es sich, Strandabschnitt und Hoteltyp bewusst auf Ihre Safari-Route abstimmen zu lassen – insbesondere, wenn Sie direkt per Buschflugzeug von der Serengeti oder dem Ruaha-Nationalpark nach Sansibar fliegen.
andBeyond Mnemba Island: Diese kleine Privatinsel vor der Nordostküste gehört zu den exklusivsten Adressen im gesamten Indischen Ozean. In der Trockenzeit von Dezember bis März und erneut ab Juni profitieren Gäste von sehr klarer Unterwassersicht, ruhiger See und kurzen Bootstransfers zum Mnemba-Atoll, einem der besten Schnorchel- und Tauchspots Sansibars. Geeignet für Reisende, die nach einer intensiven Safari absolute Ruhe und Privatsphäre suchen und dafür ein deutlich höheres Budget einplanen.
Sultan Sands Island Resort & Spa: An der Ostküste nahe Kiwengwa gelegen, bietet dieses Resort einen guten Kompromiss aus Komfort, Strandlage und Preis. Besonders in den Monaten Dezember bis März sowie Oktober/November ist der Strandabschnitt sehr attraktiv, die Gezeiten sorgen für wechselnde Wasserstände, aber auch für breite, helle Sandbänke. Während der Kusi-Monsunzeit (Juni–September) müssen Gäste mit gelegentlichen Algenfeldern rechnen, profitieren dafür aber häufig von attraktiven Nebensaisonpreisen.
Bluebay Beach Resort & Spa: Ebenfalls an der Nordostküste nahe Kiwengwa gelegen, eignet sich dieses Resort besonders für Reisende, die eine klassische Strandatmosphäre mit guter Infrastruktur schätzen. In den Trockenmonaten Juni–Oktober und Januar–Februar kombinieren Sie hier lange Strandspaziergänge mit Ausflügen zum nahegelegenen Mnemba-Atoll. Preislich bewegt sich das Resort in der gehobenen Mittelklasse, mit saisonabhängigen Schwankungen – in der Hochsaison Juli–Oktober sollten Sie rechtzeitig buchen.
Je nach Reiseroute kann es sinnvoll sein, zuerst ein etwas ruhigeres, naturfokussiertes Resort zu wählen und die letzten Nächte näher an Stone Town oder einem lebhafteren Strandort zu verbringen, um Transfers zum internationalen Rückflug zu vereinfachen.
In der Trockenzeit sind die Verbindungen zwischen Safari-Parks und Sansibar besonders zuverlässig. Zwischen Serengeti-Airstrips und Sansibar verkehren täglich mehrere Buschflüge, meist 4–8 Verbindungen, mit Flugzeiten von 60–90 Minuten. Die Preise liegen je nach Saison und Strecke in der Regel zwischen 150 und 350 Euro pro Person und Strecke. In den südlichen Parks Ruaha und Nyerere sind Direktflüge nach Sansibar gängige Praxis, mit etwa 1–1,5 Stunden Flugzeit.
Wichtig ist die Gepäckregelung in den kleinen Propellermaschinen: Üblicherweise sind 15 Kilogramm pro Person im Weichgepäck zugelassen. Hartschalenkoffer sind unpraktisch und werden teils abgelehnt, weil sie sich schwer verstauen lassen. Viele Reisende deponieren Hauptgepäck in einem Hotel in Arusha oder Dar es Salaam und nehmen nur Safari- und Inselgepäck mit, was Transfers deutlich erleichtert.
Für internationale An- und Abreisen kommen vor allem der Kilimanjaro International Airport (JRO) für den Northern Circuit und der Julius Nyerere International Airport in Dar es Salaam (DAR) für den Southern Circuit infrage. Sansibar verfügt mit dem Abeid Amani Karume International Airport (ZNZ) über direkte Verbindungen mit verschiedenen internationalen Airlines, sodass Rückflüge auch direkt von der Insel möglich sind.
Für deutsche Staatsangehörige sind die aktuellen Einreise- und Visabestimmungen beim Auswärtigen Amt abrufbar: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/tansania-node. In der Regel ist ein Visum erforderlich, das entweder vorab online (e-Visa) oder bei Ankunft erteilt wird, derzeit mit Gebühren von etwa 50 US-Dollar. Sansibar gehört staatsrechtlich zu Tansania, es ist also kein separates Visum für den Inselaufenthalt nötig.
Medizinisch relevant ist das Malariarisiko, das vor allem während und kurz nach den Regenzeiten erhöht ist (November bis Mai). Eine ärztliche Beratung zur Malariaprophylaxe ist ganzjährig zu empfehlen, insbesondere wenn Ihre Reise in die Übergangs- oder Regenzeiten fällt. Bei Einreise aus ausgewiesenen Gelbfiebergebieten kann zudem ein gültiger Gelbfieberimpfnachweis verlangt werden – dies sollte bei der Planung komplexerer Routings berücksichtigt werden.
In der Trockenzeit ist die Staubbelastung auf den Pisten höher, besonders im August und September. Kontaktlinsenträger sollten entsprechende Augentropfen einplanen, und ein leichtes Tuch oder Buff gegen Staub kann Pirschfahrten deutlich angenehmer machen.
Die Trockenzeiten sind nicht nur klimatisch, sondern auch preislich die Hauptsaison. Für eine 10-tägige Kombination (etwa 5 Tage Safari, 5 Tage Sansibar) sind in der Hochsaison Juni–Oktober Gesamtkosten von etwa 3.500–6.500 Euro pro Person realistisch, abhängig von Lodge-Kategorie, Reiseroute und Inlandsflügen. In der Nebensaison (vor allem November sowie März–Mai) sinken die Kosten häufig auf 2.200–4.000 Euro pro Person.
Hauptpreistreiber sind die Safarilodges: In der Hochsaison verlangen hochwertige Unterkünfte 400–1.200 Euro pro Nacht und Person, während Sansibar-Resorts meist zwischen 180 und 450 Euro pro Nacht liegen. In der Nebensaison sind Rabatte von 40–50 Prozent auf Sansibar und bis zu 50 Prozent in Safaricamps möglich, wobei während der großen Regenzeit einige Camps komplett schließen und nicht buchbar sind.
Wichtig sind neben den offensichtlichen Kosten für Unterkünfte und Flüge auch Parkgebühren (z. B. Serengeti 83 US-Dollar pro Tag, Ngorongoro-Krater zusätzlich 295 US-Dollar pro Fahrzeug/Tag für den Kraterabstieg) sowie Transfers und Aktivitäten wie Ballonfahrten oder private Boots- und Schnorchelausflüge.
Für eine durchdachte Kombination aus Safari und Sansibar ist das Timing entscheidend. Die große Trockenzeit von Juni bis Oktober bietet die intensivsten Safarierlebnisse mit hoher Wildtierdichte, allerdings zu Spitzenpreisen und mit mehr Besuchern. Die kleine Trockenzeit im Januar und Februar kombiniert die Kalbungszeit der Migration mit warmem, ruhigem Meer auf Sansibar und überzeugt mit einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.
Zweitens ist die richtige Wahl von Parks und Küstenabschnitten entscheidend: Serengeti, Ngorongoro und Tarangire bilden den klassischen Northern Circuit, der sich gut mit der Nord- oder Ostküste Sansibars verbinden lässt. Während Nungwi und Kendwa ganzjährig sichere Badeoptionen bieten, sind Paje und Jambiani in den Monaten Dezember bis März und Oktober/November am attraktivsten.
Drittens lohnt sich eine frühzeitige, sorgfältige Planung: Hochsaisonunterkünfte erfordern 6–12 Monate Vorlauf, Inlandsflüge sind in der Trockenzeit stark nachgefragt, und Gepäck-, Gesundheits- sowie Visabestimmungen sollten vorab geklärt sein. Wer diese Punkte berücksichtigt und Trockenzeiten gezielt nutzt, maximiert nicht nur Tier- und Strandmomente, sondern auch den Gesamtwert seiner Reise in den Indischen Ozean.
Die beste Gesamtbalance aus Klima, Tiererlebnis und Strandqualität bieten Juni bis Oktober sowie Januar und Februar. Juni–Oktober liefern die trockensten Safaribedingungen mit hoher Wildtierdichte, besonders in Serengeti und Tarangire, und stabile Wetterverhältnisse auf Sansibar. Januar–Februar punkten mit der Kalbungszeit in der südlichen Serengeti (Ndutu) und sehr warmem, ruhigem Meer auf Sansibar, bei meist 30–40 Prozent niedrigeren Preisen als in der europäischen Sommerferienzeit.
Nein, aber sie ist nur für sehr flexible Reisende empfehlenswert. Von März bis Mai fallen 150–300 Millimeter Regen pro Monat, viele abgelegene Camps in Ruaha oder Nyerere schließen, und Pisten können unpassierbar werden. Dafür sind Rabatte von bis zu 50 Prozent möglich und die Parks wirken deutlich leerer. Für Erstbesucher, Honeymooner oder Familien ist diese Periode jedoch meist nicht ideal, weil Planungs- und Sichtbarkeitsrisiken höher sind.
Das hängt von der gewünschten Phase ab. Für die Kalbungszeit mit bis zu 8.000 Geburten täglich eignen sich Januar bis März in der Ndutu-Region. Für Flussüberquerungen am Grumeti-Fluss bieten sich Juni/Juli im Western Corridor an, während die spektakulären Mara-Crossings meist zwischen August und Oktober in der nördlichen Serengeti stattfinden. Abweichungen von 2–4 Wochen sind normal, da sich die Herden nach Niederschlägen richten, nicht nach Kalenderdaten.
Januar und Februar sind für Familien oft ideal. Die Kalbungsgebiete in Ndutu liegen relativ kompakt, die Fahrzeiten zwischen Sichtungen sind kurz, und das Meer auf Sansibar ist besonders warm und ruhig. Preise sind gegenüber der Hochsaison Juni–Oktober moderater, und an den Stränden ist es meist etwas ruhiger. Wichtig sind dennoch Malariaschutz, Sonnenschutz und eine sorgfältige Auswahl familienfreundlicher Lodges und Resorts.
Für einen ausgewogenen Ablauf empfehlen sich 10 bis 14 Tage. Ein typisches Routing umfasst 1 Nacht in Arusha zur Akklimatisierung, 4–6 Nächte Safari (z. B. Tarangire, Ngorongoro, Serengeti) und anschließend 4–7 Nächte auf Sansibar. Kürzere Reisen sind möglich, reduzieren aber meist entweder die Parkvielfalt oder die Strandzeit deutlich. Bei ambitionierten Routen mit nördlichen und südlichen Parks sollten eher 14 Tage oder mehr eingeplant werden.
Für durchgehend gute Badebedingungen ohne starke Gezeiten ist die Nordküste um Nungwi und Kendwa ideal, vor allem in der großen Trockenzeit Juni–Oktober. Die Ostküste mit Paje und Jambiani ist hervorragend von Dezember bis März und im Oktober/November, hat jedoch starke Gezeiten und während des Kusi-Monsuns (Juni–September) teils Algenprobleme. Tauch- und Schnorchelfans profitieren zusätzlich von der Nordostküste rund um das Mnemba-Atoll.
Für den Zeitraum Juli bis September ist ein Buchungsvorlauf von mindestens 9–12 Monaten für Premiumlodges in Serengeti und Ngorongoro ratsam. Beliebte Sansibar-Resorts an der Nordküste sind oft 6 Monate im Voraus voll. Kurzfristige Buchungen können in der Nebensaison November oder in Randzeiten wie Juni eher funktionieren, erfordern aber Flexibilität bei der Auswahl von Unterkünften und genauen Reisedaten.
Der November ist klimatisch ein Übergangsmonat mit der kleinen Regenzeit. Die Preise sind 40–50 Prozent niedriger als in der Hochsaison, und es gibt weniger Touristen. Allerdings sind kurze, teils heftige Schauer möglich, die Luftfeuchtigkeit steigt, und Straßen können rutschig werden. Die Große Migration kehrt in dieser Zeit von Norden gen Süden zurück, die Herden sind aber schwerer zu lokalisieren. Für flexible Reisende mit realistischen Erwartungen kann der November dennoch attraktiv sein.
An Sansibars Ostküste können die Gezeiten einen Unterschied von bis zu drei Metern ausmachen. Bei Ebbe zieht sich das Wasser 100–500 Meter zurück, dann sind Spaziergänge im flachen Wasser möglich, Schwimmen jedoch nur eingeschränkt. Zwischen Juni und September können zusätzlich Algen an die Ostküste gespült werden; hochwertige Resorts räumen ihre Strandabschnitte meist täglich. Wer diese Faktoren minimieren möchte, wählt besser die Nordküste oder reist außerhalb der Kusi-intensiven Monate.
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