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Sansibar

Sansibar beste Reisezeit: Monatsguide für Strand, Tauchen und Gewürztouren

Von: TourDreams-Redaktion 10. April 2026 14 Min. Lesezeit
Beste Reisezeit Reisetipps

Wann ist die optimale Reisezeit für Sansibar?

Sansibar, die Gewürzinsel im Indischen Ozean, bietet dank ihrer Lage sechs Grad südlich des Äquators ein ganzjährig tropisches Klima. Doch die beste Reisezeit hängt entscheidend von Ihren geplanten Aktivitäten ab. Während Taucher von Oktober bis März die klarste Sicht unter Wasser genießen, bevorzugen Strandurlauber die trockeneren Monate von Juni bis Oktober mit angenehmeren Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius. Die Preisunterschiede zwischen Hoch- und Nebensaison können dabei bis zu 40 Prozent betragen.

Dieser detaillierte Monatsguide bietet Ihnen:

  • Präzise Klimadaten für jeden Monat mit Temperaturen und Niederschlagsmengen
  • Konkrete Empfehlungen für Strand-, Tauch- und Gewürztouren
  • Transparente Preisinformationen für optimale Buchungsstrategien
  • Praktische Reisetipps zu Einreise, Gesundheit und Transport

Klimatische Grundlagen und Monsunphasen

Das tropische Monsunklima Sansibars wird von zwei markanten Windsystemen geprägt. Der Kaskazi, der Nordost-Monsun, herrscht von Dezember bis März und bringt die erste Trockenperiode mit höheren Temperaturen. Der Kusi, der Südost-Monsun, dominiert von Mai bis Oktober und sorgt für kühlere, trockenere Bedingungen mit geringerer Luftfeuchtigkeit.

Die Temperaturen schwanken das ganze Jahr über moderat zwischen 23 und 32 Grad Celsius. Die Wassertemperatur des Indischen Ozeans bleibt konstant angenehm bei 26 bis 28 Grad. Die beiden Regenzeiten unterteilen sich in die große Regenzeit von März bis Mai mit Niederschlagsmengen bis 350 Millimeter pro Monat und die kurze Regenzeit im November mit 120 bis 150 Millimetern.

GUT ZU WISSEN

Die hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 85 Prozent kann besonders in den Monaten Januar bis März als belastend empfunden werden. Planen Sie in diesen Monaten klimatisierte Unterkünfte ein und vermeiden Sie intensive Aktivitäten in den Mittagsstunden.


Die Hochsaison im Detail: Januar bis Februar

Januar und Februar markieren die Premium-Reisezeit für Sansibar. Die Temperaturen erreichen Spitzenwerte von 32 Grad Celsius, während der Niederschlag mit 60 bis 80 Millimetern pro Monat moderat bleibt. In diesen Monaten herrscht Hochbetrieb auf der Insel, was sich deutlich in den Preisen widerspiegelt. Resorts der Mittelklasse berechnen zwischen 280 und 380 Euro pro Nacht.

Für Taucher und Schnorchler bieten diese Monate hervorragende Bedingungen. Die Sichtweiten unter Wasser erreichen bis zu 30 Meter, und die Chancen stehen gut, Walhaie zu beobachten. Besonders im Februar werden spezielle Walhai-Touren angeboten, die Sie zu den besten Beobachtungspunkten führen. Die ruhige See ermöglicht auch unerfahrenen Schnorchlern entspannte Ausflüge zu den vorgelagerten Riffen.

Januar und Februar vereinen perfektes Tauchwetter mit stabilen Sonnentagen – der Preis dafür ist die höchste Auslastung des Jahres.

Die hohe Nachfrage in diesen Monaten erfordert eine frühzeitige Buchung, idealerweise sechs bis neun Monate im Voraus. Spontanreisende finden kaum noch freie Kapazitäten in den begehrten Strandresorts. Das Zuri Zanzibar an der Nordostküste bietet in dieser Zeit authentisches Insel-Flair mit direktem Strandzugang und exzellenten Schnorchelmöglichkeiten vor der Haustür.

Vogelperspektive auf Zuri Zanzibar Resort mit strohgedeckten Bungalows, Palmen und Sandstrand am türkisfarbenen Wasser

Die große Regenzeit: März bis Mai

Mit dem März beginnt die große Regenzeit, die bis Mai andauert. Die Niederschlagsmengen steigen auf 200 bis 350 Millimeter pro Monat, wobei der April den regenreichsten Monat darstellt. Die Temperaturen fallen leicht auf 26 bis 30 Grad Celsius. Viele kleinere Unterkünfte schließen im April vollständig, da die Auslastung stark zurückgeht.

Trotz des negativen Images dieser Monate gibt es durchaus Gründe für eine Reise in dieser Zeit. Die Preise sinken um 30 bis 40 Prozent auf 100 bis 150 Euro pro Nacht in vergleichbaren Resorts. Die Vegetation zeigt sich in sattem Grün, und die Gewürzfarmen erreichen ihre volle Blüte. Gewürztouren sind in diesen Monaten besonders authentisch, da Sie die Pflanzen in ihrer üppigsten Phase erleben.

Die Regenschauer fallen typischerweise intensiv, aber kurz, meist nachmittags oder nachts. Vormittags erleben Sie oft sonnige Stunden, die sich für Besichtigungen der Stone Town oder Ausflüge ins Landesinnere eignen. Für Safari-Kombinationen mit dem tansanischen Festland bietet sich diese Zeit weniger an, da auch dort die Regenzeit herrscht.

KOSTENRECHNUNG

Eine Woche im April statt im Juli kann Ihnen bei einem mittelklassigen Resort bis zu 1.200 Euro sparen. Addieren Sie günstigere Flugpreise in der Nebensaison, summiert sich das Sparpotenzial auf bis zu 1.800 Euro für zwei Personen.

Mai als Übergangsmonat

Der Mai markiert den Übergang zur Trockenzeit. Die Regenfälle lassen nach, die Natur präsentiert sich noch immer in voller Pracht, und die ersten Resorts erhöhen ihre Preise moderat. Dieser Monat eignet sich für preisbewusste Reisende, die authentische Erlebnisse abseits der Touristenmassen suchen. Sie treffen auf entspannte Einheimische und können in Ruhe die kulturellen Highlights erkunden.


Die Hauptsaison: Juni bis Oktober

Von Juni bis Oktober herrscht die trockenste und beliebteste Reisezeit für Strandurlaub. Der Kusi-Monsun bringt kühlere Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius und deutlich geringere Luftfeuchtigkeit. Der Niederschlag reduziert sich auf 30 bis 60 Millimeter pro Monat, Regentage werden zur Seltenheit.

Der Juni läutet die Hauptsaison ein. Die Preise steigen auf etwa 200 bis 280 Euro pro Nacht, bleiben aber noch unter dem Niveau der Januar-Februar-Periode. Die angenehmen Temperaturen und die moderate Besucherzahl machen diesen Monat zum Geheimtipp für Kenner. Das Gold Zanzibar Beach House & Spa bietet in dieser Zeit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit seinem weitläufigen Wellness-Bereich und dem kilometerlangen Privatstrand.

Luftaufnahme der Insel mit weißem Sandstrand, Gebäuden und Vegetation, umgeben von tiefblauem Meer bei klarem Himmel

Juli und August: Hochbetrieb an den Stränden

Juli und August verzeichnen die höchste Auslastung des Jahres durch europäische Sommerferienreisende. Die Preise erreichen Spitzenwerte von 300 bis 380 Euro pro Nacht. Der August präsentiert sich als kühlster Monat mit durchschnittlich 24 Grad Celsius, was sportliche Aktivitäten begünstigt. Die konstanten Südostwinde machen die Ostküste zum Paradies für Kitesurfer und Windsurfer.

Wassersportler finden in Paje und Jambiani optimale Bedingungen mit verlässlichen Winden zwischen 15 und 25 Knoten. Zahlreiche Surfschulen bieten Kurse für Anfänger und Equipment-Verleih für Fortgeschrittene. Beachten Sie jedoch, dass der Wind an einigen Strandabschnitten Algen anspülen kann, die das Badevergnügen beeinträchtigen.

Der August kombiniert perfektes Wassersportwetter mit angenehm kühlen Temperaturen – ideal für Aktivurlauber.

September und Oktober: Das optimale Zeitfenster

September und Oktober gelten unter Kennern als ideale Reisemonate. Die Wetterbedingungen bleiben stabil mit 26 bis 28 Grad Celsius und minimalem Niederschlag. Ab Mitte September sinken die Preise merklich, da die europäischen Sommerferien enden. Im Oktober erreicht die Sichtweite unter Wasser ihre jährlichen Höchstwerte von bis zu 35 Metern, was diesen Monat zur ersten Wahl für anspruchsvolle Taucher macht.

Die entspanntere Atmosphäre erlaubt spontanere Restaurantbesuche und Ausflüge ohne Vorausbuchung. Die Strände leeren sich, ohne dass Sie auf perfektes Wetter verzichten müssen. Für einen luxuriösen Aufenthalt empfiehlt sich das Melia Zanzibar an der Nordostküste, das mit seinem All-Inclusive-Konzept und dem preisgekrönten Spa besonders Paaren ein unvergessliches Erlebnis bietet.

Holzbrücke zu zwei strohgedeckten Gebäuden auf Stelzen über türkisfarbenem Wasser mit Palmen links und rechts

November und Dezember: Die Übergangsmonate

Der November bringt die kurze Regenzeit mit unberechenbaren Wetterbedingungen. Niederschläge von 120 bis 150 Millimetern verteilen sich auf intensive, aber kurze Schauer. Die Temperaturen steigen wieder auf 26 bis 29 Grad Celsius. Dieser Monat eignet sich für flexible Reisende, die von Preisreduktionen von bis zu 35 Prozent profitieren möchten.

Der Dezember startet feucht, entwickelt sich ab Mitte des Monats aber zu einer der schönsten Reisezeiten. Die Preise steigen exponentiell mit Nähe zu Weihnachten und Silvester, wo sie Spitzenwerte von bis zu 450 Euro pro Nacht in gehobenen Resorts erreichen. Die Festtage auf Sansibar ziehen Reisende an, die dem europäischen Winter entfliehen möchten.

WICHTIG

Weihnachts- und Silvesteraufenthalte erfordern Buchungen mindestens 12 Monate im Voraus. Viele Resorts verlangen Mindestaufenthalte von sieben Nächten und bieten spezielle Festtagsmenüs, die gesondert berechnet werden.


Aktivitäten im Jahresverlauf optimal planen

Die Wahl der Reisezeit sollte sich primär an Ihren geplanten Aktivitäten orientieren. Für klassischen Strandurlaub mit Sonnenbaden und gelegentlichem Schwimmen eignen sich Juni, Juli, August, September sowie Januar und Februar. Diese Monate garantieren stabiles Wetter mit geringen Niederschlägen und angenehmen Wassertemperaturen.

Taucher und Schnorchler finden von Oktober bis März die besten Bedingungen. In diesen Monaten erreicht die Unterwassersicht Werte zwischen 25 und 35 Metern. Die ruhigere See während des Nordost-Monsuns ermöglicht Ausfahrten zu weiter entfernten Tauchspots wie dem Mnemba-Atoll. Die Artenvielfalt zeigt sich besonders reichhaltig mit Sichtungen von Delfinen, Schildkröten und verschiedenen Rochenarten.

Gewürztouren und kulturelle Erlebnisse

Gewürztouren sind ganzjährig möglich, entfalten aber von März bis Mai ihre besondere Authentizität. In der Regenzeit erreichen Nelken, Muskatnuss, Zimt und Vanille ihre volle Pracht. Die Farmen zeigen sich in sattem Grün, und Sie erleben die Ernte traditioneller Gewürze hautnah. Lokale Guides führen Sie durch die Plantagen und erklären die jahrhundertealte Anbautradition.

Die Stone Town lässt sich zu jeder Jahreszeit erkunden. Für ausgedehnte Besichtigungen der verwinkelten Gassen, der historischen Gebäude und der lebendigen Märkte empfehlen sich die kühleren Monate Juni bis August. Die Luftfeuchtigkeit bleibt moderater, was längere Spaziergänge angenehmer gestaltet. Beachten Sie die Öffnungszeiten während des Ramadan, der sich jährlich verschiebt und Einfluss auf Restaurantzeiten haben kann.

Wassersport und aktive Erholung

Kitesurfer und Windsurfer finden von Juni bis September ideale Bedingungen an der Ostküste. Die Spots rund um Paje bieten konstante Winde und flaches Wasser, perfekt für Freestyle-Manöver. Anfänger profitieren von zahlreichen Schulen mit deutschsprachigen Instruktoren. Die Preise für Tageskurse liegen bei 80 bis 120 Euro inklusive Equipment.

Für Stand-up-Paddling und Kajakfahren eignen sich besonders die Monate mit ruhigerer See von Dezember bis Februar. Die Mangrovengebiete im Nordosten lassen sich am besten bei Flut erkunden, wo Sie eine reiche Vogelwelt und gelegentlich Delfine beobachten können.


Preisentwicklung und strategische Buchung

Die Preisstruktur auf Sansibar folgt einer klaren saisonalen Dynamik. Als Basispreis gilt die Hauptsaison im Juli mit einem Index von 100 Prozent. In der Nebensaison von März bis Mai sinken die Preise um 30 bis 40 Prozent. Ein Mittelklasse-Resort, das im Juli 250 Euro pro Nacht kostet, bietet im April identische Leistungen für 150 bis 175 Euro.

Die Hochsaison-Aufschläge im Januar, Februar und Dezember können 20 bis 50 Prozent über dem Basispreis liegen. Besonders extrem verhält es sich über Weihnachten und Silvester, wo Preise von 400 bis 450 Euro pro Nacht keine Seltenheit sind. Luxusresorts verlangen in dieser Zeit Mindestaufenthalte und spezielle Festtagszuschläge.

INSIDER-TIPP

Buchen Sie die Schulterwochen Ende Mai oder Anfang Juni für optimales Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Wetter stabilisiert sich bereits, während die Preise noch 20 bis 30 Prozent unter Hochsaison-Niveau liegen. Flüge sind in diesen Wochen ebenfalls deutlich günstiger.

Frühbucher-Strategien und Last-Minute-Chancen

Für die Hauptreisezeiten von Juni bis Oktober sowie Dezember bis Februar empfiehlt sich eine Buchung sechs bis neun Monate im Voraus. Frühbucher-Rabatte von 10 bis 15 Prozent sind üblich. Viele Resorts bieten zusätzliche Vorteile wie kostenlose Flughafentransfers oder Upgrades bei frühzeitiger Reservierung.

Last-Minute-Buchungen können in der Nebensaison von März bis Mai sowie im November Schnäppchen bescheren. Flexible Reisende finden gelegentlich Rabatte von bis zu 50 Prozent. Für die Hochsaison ist diese Strategie nicht empfehlenswert, da beliebte Resorts meist ausgebucht sind. Weitere Informationen zu Premium-Unterkünften finden Sie in unserem ausführlichen Sansibar Hotel-Guide.


Praktische Reiseplanung und Einreise

Für die Einreise nach Sansibar benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss. Das Visum erhalten Sie direkt bei Ankunft am Flughafen Sansibar für 50 US-Dollar. Die Gebühr ist bar in US-Dollar oder Euro zu entrichten. Kreditkartenzahlung ist nicht möglich. Aktuelle Einreisebestimmungen finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Die Bearbeitungszeit am Flughafen beträgt je nach Andrang 30 bis 90 Minuten. Füllen Sie das Visa-Formular bereits im Flugzeug aus, um Zeit zu sparen. Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr von 50 US-Dollar fällig, die meist bereits im Flugticket enthalten ist. Prüfen Sie dies bei Ihrer Buchung.

Gesundheitliche Vorbereitung

Sansibar ist Malariagebiet, weshalb eine Prophylaxe dringend empfohlen wird. Konsultieren Sie mindestens sechs Wochen vor Abreise einen Tropenmediziner. Zusätzlich sollten Sie konsequenten Mückenschutz praktizieren: lange, helle Kleidung nach Sonnenuntergang, Moskitonetze in der Unterkunft und Repellents mit DEET-Gehalt von mindestens 30 Prozent.

Trinken Sie ausschließlich Flaschenwasser und vermeiden Sie Eiswürfel in Getränken außerhalb gehobener Resorts. Rohes Obst sollte geschält, Salate nur in vertrauenswürdigen Restaurants verzehrt werden. Eine Reiseapotheke mit Durchfallmedikamenten, Elektrolyten und Desinfektionsmitteln gehört ins Gepäck. Standardimpfungen sollten aktuell sein, zusätzlich wird Hepatitis A empfohlen.

Sicherheit und Verhalten vor Ort

Sansibar gilt als sicheres Reiseziel für Touristen, dennoch ist Wachsamkeit geboten. In der Stone Town und auf belebten Märkten kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen. Tragen Sie Wertsachen nah am Körper und nutzen Sie den Hotelsafe für Pässe und größere Geldbeträge. Nachts sollten Sie Taxis statt Fußwege bevorzugen.

Die lokale Bevölkerung ist überwiegend muslimisch. Respektieren Sie dies durch angemessene Kleidung außerhalb der Resorts. In der Stone Town und ländlichen Gebieten sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Am Strand und in Hotels gelten westliche Standards. Die Zanzibar Tourism Commission bietet ausführliche Verhaltenshinweise und aktuelle Reiseinformationen.


Transport und Mobilität auf der Insel

Die Fortbewegung auf Sansibar erfordert je nach Reisestil unterschiedliche Ansätze. Private Fahrer kosten 40 bis 60 Euro pro Tag und bieten maximale Flexibilität sowie Komfort bei Inseltouren. Vereinbaren Sie Preise vorab und klären Sie, ob Benzin und Parkgebühren inkludiert sind. Seriöse Fahrer können über Ihr Resort vermittelt werden.

Das lokale Dalla-Dalla-System, Minibusse, die feste Routen bedienen, kostet nur wenige Dollar pro Fahrt. Diese Option eignet sich für abenteuerlustige Reisende mit Zeit und ohne empfindliches Gepäck. Die Busse sind oft überfüllt, verkehren ohne festen Fahrplan und bieten keinerlei Komfort. Für Strecken zwischen den Hauptorten wie Stone Town, Paje oder Nungwi ist das System jedoch funktional.

AUF EINEN BLICK

Mietwagen sind auf Sansibar verfügbar, aber nur für erfahrene Fahrer empfehlenswert. Der Straßenzustand variiert stark, Verkehrsregeln werden flexibel interpretiert, und die Beschilderung ist minimal. Preise liegen bei 35 bis 50 Euro pro Tag für einen Kleinwagen inklusive Basisversicherung.

Inlandsflüge und Fährverbindungen

Vom tansanischen Festland erreichen Sie Sansibar per Flug in 20 Minuten oder per Fähre in zwei Stunden. Die Schnellfähren von Dar es Salaam kosten 35 bis 50 US-Dollar pro Strecke und verkehren mehrmals täglich. Buchen Sie First Class für ruhigere Sitze und klimatisierte Kabinen. Die See kann unruhig sein, Reisekranke sollten entsprechende Medikamente bereithalten.


Fazit: Die optimale Reisezeit für Ihre Ansprüche

Die beste Reisezeit für Sansibar lässt sich nicht pauschal bestimmen, sondern hängt entscheidend von Ihren Prioritäten ab. Drei zentrale Erkenntnisse sollten Ihre Planung leiten:

Erstens: Für klassischen Strandurlaub mit garantiert sonnigen Tagen wählen Sie die Monate Juni bis Oktober. Diese Phase vereint angenehme Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius mit minimalen Niederschlägen und moderater Luftfeuchtigkeit. Die Preise liegen im mittleren bis oberen Bereich, dafür erhalten Sie stabiles Wetter ohne unangenehme Überraschungen.

Zweitens: Taucher und Unterwasserfotografen profitieren von der Phase Oktober bis März mit Sichtweiten bis 35 Metern. Januar und Februar bieten zusätzlich die Chance auf Walhai-Begegnungen. Die höheren Temperaturen und die erhöhte Luftfeuchtigkeit in diesen Monaten sind der Preis für spektakuläre Unterwassererlebnisse.

Drittens: Preisbewusste Reisende mit Flexibilität finden in den Monaten Mai, Juni und Oktober das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Wetter zeigt sich stabil, die Besucherzahlen bleiben moderat, und die Kosten liegen 20 bis 40 Prozent unter Hochsaison-Niveau. Diese Schulterzeiten vereinen viele Vorteile ohne gravierende Nachteile.

Meiden sollten Sie den April als regenreichsten Monat sowie die Hochsaison-Wochen um Weihnachten und Neujahr, wenn die Preise astronomische Höhen erreichen. Der November bleibt wettertechnisch ein Glücksspiel, das sich nur für besonders flexible Spontanreisende lohnt. Kombinieren Sie Ihren Sansibar-Aufenthalt idealerweise mit einer Safari auf dem tansanischen Festland in den Monaten Juni bis Oktober für ein umfassendes Ostafrika-Erlebnis.

Unabhängig von der gewählten Reisezeit wird Sie Sansibar mit weißen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und der faszinierenden Verschmelzung afrikanischer, arabischer und indischer Kultureinflüsse begeistern. Eine sorgfältige Planung unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Vorlieben garantiert unvergessliche Erlebnisse auf der Gewürzinsel im Indischen Ozean.


Häufig gestellte Fragen zum Sansibar-Urlaub

Wichtige Tipps für Ihre Reiseplanung

Der April stellt mit 300 bis 350 Millimetern Niederschlag und häufigen Regentagen die ungünstigste Reisezeit dar. Viele kleinere Resorts schließen in diesem Monat vollständig. Auch der November ist wettertechnisch unberechenbar. Für klassischen Strandurlaub sind beide Monate nicht empfehlenswert, während Kulturinteressierte und preisbewusste Reisende durchaus zufriedenstellende Erfahrungen machen können.

Für einen reinen Strandurlaub reichen fünf bis sieben Tage. Möchten Sie zusätzlich die Stone Town erkunden, eine Gewürztour unternehmen und mehrere Tagesausflüge einplanen, sind zehn bis 14 Tage optimal. Beachten Sie, dass die Anreise aus Europa mit Umstieg meist einen ganzen Tag beansprucht. Für ein entspanntes Inselerlebnis ohne Hetze empfehlen sich mindestens acht Übernachtungen.

Sansibar eignet sich ausgezeichnet für Familien mit Kindern ab etwa vier Jahren. Die flachen Strände an der Ostküste sind ideal für kleine Kinder, wobei Sie die Gezeiten beachten sollten. Bei Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück und macht Schwimmen unmöglich. Viele Resorts bieten Kinderbetreuung und Familienzimmer an. Die medizinische Versorgung ist in Touristengebieten akzeptabel, für schwerwiegende Fälle erfolgt eine Evakuierung nach Nairobi. Eine gute Reiseversicherung ist essentiell.

Pflichtimpfungen existieren nicht, sofern Sie nicht aus einem Gelbfiebergebiet einreisen. Empfohlen werden aktuelle Standardimpfungen sowie Hepatitis A. Bei längeren Aufenthalten oder besonderen Risiken raten Tropenmediziner zu Hepatitis B, Typhus und Tollwut. Eine Malaria-Prophylaxe ist dringend anzuraten. Konsultieren Sie spätestens sechs Wochen vor Abreise einen spezialisierten Arzt, da einige Impfungen mehrere Dosen in bestimmten Abständen erfordern.

Offizielle Währung ist der Tansanische Schilling, jedoch werden US-Dollar weithin akzeptiert und oft bevorzugt. Euro können in Wechselstuben getauscht werden. Kreditkarten akzeptieren gehobene Resorts und Restaurants, meist mit Aufschlag von drei bis fünf Prozent. Geldautomaten gibt es in Stone Town und größeren Orten, die Verfügbarkeit ist jedoch nicht immer garantiert. Bringen Sie ausreichend US-Dollar in kleinen Stückelungen mit, da Wechselgeld oft knapp ist.

Nungwi im Norden bietet breite Sandstrände mit weniger ausgeprägten Gezeiten, ideal für durchgehendes Schwimmen. Die Gegend ist touristisch erschlossen mit vielen Restaurants und Bars. Paje an der Ostküste zieht Kitesurfer an und besticht durch türkisfarbenes Wasser, hat aber stark ausgeprägte Ebbe. Matemwe im Nordosten kombiniert Ruhe mit guten Schnorchelmöglichkeiten. Kendwa neben Nungwi punktet mit spektakulären Sonnenuntergängen und lebhaftem Nachtleben.

Die Kombination aus Safari und Strandurlaub ist sehr beliebt und logistisch problemlos. Die optimalen Reisezeiten überschneiden sich glücklicherweise: Von Juni bis Oktober herrschen ideale Bedingungen sowohl für Wildtierbeobachtungen im Serengeti-Nationalpark als auch für Strandurlaub auf Sansibar. Planen Sie mindestens vier bis fünf Tage für die Safari und anschließend fünf bis sieben Tage Erholung auf Sansibar. Die Flugverbindungen zwischen Arusha und Sansibar sind häufig und kosteneffizient.

Ein einwöchiger Aufenthalt in einem gehobenen Mittelklasse-Resort kostet in der Hauptsaison zwischen 1.800 und 2.500 Euro pro Person inklusive Flügen ab Deutschland. Hinzu kommen etwa 500 bis 800 Euro für Ausflüge, Transfers und Verpflegung außerhalb des Hotels. In der Nebensaison reduzieren sich die Kosten um 30 bis 40 Prozent. Luxusresorts mit All-Inclusive-Konzept kalkulieren ab 3.500 Euro pro Person für eine Woche. Budget-Reisende kommen mit 1.200 bis 1.500 Euro aus, müssen aber Kompromisse bei Unterkunft und Komfort eingehen.


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